Die Eintrittspreise für die ikonischen Nationalparks der USA werden für ausländische Touristen erheblich erhöht. Ab sofort müssen diese über die reguläre Eintrittsgebühr von etwa 15 oder 20 Dollar zusätzlich einen Aufschlag von 100 Dollar pro Person bezahlen, um Zugang zu den elf beliebtesten Nationalparks zu erhalten, darunter namhafte Ziele wie Yellowstone, Yosemite und Joshua Tree. Diese Entscheidung wurde von Präsident Donald Trump getroffen, der Anfang Juli ein Dekret zur Preiserhöhung unterzeichnete, um sicherzustellen, dass US-Steuerzahler „den größten Nutzen“ von den Parks haben. Kleine Zeitung berichtet über die Hintergründe dieser Regelung.

Trump verfolgt mit dieser Maßnahme das Motto „Amerika zuerst“, welches auch den Zugang zu den Nationalparks betrifft. Während der US-Präsident die Preisgestaltung für ausländische Besucher anpasst, bleibt die Preisstruktur für amerikanische Bürger ausgesprochen niedrig. Momentan liegt der Eintrittspreis bei 35 Dollar (ca. 30 Euro) pro Fahrzeug für einen Tag und 80 Dollar (ca. 70 Euro) für eine Jahreskarte. Einzelheiten zu den genauen Preissteigerungen und dem Inkrafttreten der Änderungen sind bislang jedoch unklar. Tagesschau hat hierzu ebenfalls Informationen bereitgestellt.

Reaktionen der Besucher

Die angekündigten Preissteigerungen treffen auf gemischte Reaktionen, besonders unter den Touristen. Deutsche Besucher am Grand Canyon, die jährlich rund fünf Millionen Menschen anzieht, äußern eine gelassene Haltung gegenüber der Ankündigung. Die 17-jährige Sandra aus Brandenburg findet die Idee gut. Sie schlägt vor, dass ähnliche Regelungen auch in Deutschland eingeführt werden sollten. Ihre Freundinnen Brigitte und Melina aus Bayern sind skeptisch bezüglich einer tatsächlichen Umsetzung und halten 80 Dollar für eine Jahreskarte für günstig. Teenager Philipp aus Nordrhein-Westfalen vergleicht die Preise mit Besuchen deutscher Freibäder, was zu seiner Meinung führt, dass die Eintrittspreise in den USA ebenfalls erschwinglich seien. Tagesschau führt eine umfassende Sammlung solcher Meinungen an.

Besucher aus den Niederlanden und Südkorea hingegen äußern Besorgnis über die ungleiche Preisgestaltung und plädieren für Gleichheit bei den Eintrittspreisen. US-Amerikaner wie Chris und Sally sehen die Erhöhung kritisch und betrachten den Grand Canyon als gemeinsames Erbe der Menschheit, das für alle zugänglich sein sollte.

Finanzielle Auswirkungen der Preiserhöhung

Die Entscheidung, höhere Preise für ausländische Touristen einzuführen, zielt unter anderem darauf ab, die Infrastruktur der Nationalparks finanziell zu stützen. Doug Burgum, US-Innenminister, hebt hervor, dass die zusätzlichen Einnahmen, die aus dieser Maßnahme generiert werden sollen, signifikant zur Bezahlung von Personal und der Instandhaltung der Nationalparks beitragen könnten. Letztes Jahr verzeichneten die 63 US-Nationalparks eine Rekordanzahl von fast 332 Millionen Besuchern, was die wirtschaftliche Bedeutung und den Einfluss der Parks auf die regionale Wirtschaft unterstreicht. Kleine Zeitung und Spiegel thematisieren diese Aspekte ausführlicher.