In der Nacht auf den 30. Dezember 2025 kam es im Schigebiet Weinebene, Bad Schwanberg in der Steiermark, zu einem Brand eines Ski-Doo. Um 03:06 Uhr alarmierten Anwohner die Feuerwehren aus Glashütten, Gressenberg und Trahütten. In der Alarmmeldung wurde berichtet, dass ein Ski-Doo abgestürzt sei und im Wald brenne, im Bereich des Schneelochlifts. Die Zufahrt mit Einsatzfahrzeugen war aufgrund der winterlichen Bedingungen nicht möglich. Daher wurde die Mannschaft mit einer Pistenraupe zur Einsatzstelle gebracht, die eine etwa 12-minütige Fahrt vom Parkplatz erforderte.

Bei Eintreffen der Einsatzkräfte stellte sich die Lage als kritisch dar: Der Ski-Doo stand in Vollbrand und das Feuer hatte bereits auf mehrere umliegende Bäume übergegriffen, insgesamt waren etwa acht Bäume betroffen. Vor den Feuerwehrmaßnahmen hatten Mitarbeiter der Liftgesellschaft einen Druckschlauch von der Beschneiungsanlage vorbereitet und erste Löschversuche unternommen. Nachdem die Feuerwehr den Druckschlauch übernommen hatte, kamen zwei Pulverlöscher zum Einsatz, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen.

Effiziente Brandbekämpfung

Die raschen und koordinierten Aktionen der Einsatzkräfte führten dazu, dass der Brand bereits um 04:05 Uhr als gelöscht gemeldet werden konnte. Im Anschluss erfolgten umfassende Nachlöscharbeiten zur Vermeidung eines erneuten Aufflammens. Um die Sicherheit im betroffenen Gebiet zu garantieren, wurde eine Kontrolle mit einer Wärmebildkamera durchgeführt. Die Bergung des abgebrannten Ski-Doo wurde ebenfalls mit einer Pistenraupe durchgeführt.

Die Ursache des Brandes ist bislang ungeklärt. Es wird vermutet, dass der Ski-Doo beim Abfahren oder einer technischen Störung in Brand geriet, bevor er abstürzte. Die Polizei Bad Schwanberg nahm nach dem Einsatz eine Sachverhaltsaufnahme vor.

Lob für die Einsatzkräfte

Alle beteiligten Feuerwehren, darunter die Freiwilligen Feuerwehren Glashütten (mit 8 Kräften), Gressenberg (mit 12 Kräften) und Trahütten (mit 10 Kräften), erhielten Lob für ihren schnellen Einsatz. Besonders hervorzuheben ist das prompte und umsichtiges Handeln der Mitarbeiter der Liftgesellschaft, die entscheidend zum Erfolg der Löscharbeiten beitrugen.

Im Kontext dieser Ereignisse ist die Prävention von Waldbränden ein wichtiges Thema. Der Praxisleitfaden zur Waldbrandprävention im forstwirtschaftlichen Management, herausgegeben vom Projekt „Waldbrand-Klima-Resilienz“, bietet Forstpraktikern und Waldeigentümern wertvolle Tipps zur Verringerung der Brandgefahr. Dazu zählen unter anderem das Management von Vegetation, der Anbau von Brandschutzstreifen und die vorausschauende Planung der Brandbekämpfung.

Der Leitfaden enthält 50 Seiten mit Informationen und ist kostenlos auf der Projektseite verfügbar. Diese Art der Aufklärung und Bewusstseinsbildung ist von großer Bedeutung für die Vermeidung künftiger Waldbrände, insbesondere in sensiblen Gebieten wie dem Schigebiet Weinebene.

Für mehr Informationen über Waldbrandprävention, besucht die Seite des Waldbrand-Klima-Resilienz-Projekts oder Fireworld, wo weitere Details zur Brandbekämpfung zu finden sind.

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