Am Flughafen Heathrow in London ereignete sich ein schockierender Vorfall, bei dem 21 Menschen verletzt wurden, darunter auch eine Dreijährige. Der Vorfall, der am Sonntag stattfand, führte zu erheblichem Verkehrschaos und veranlasste viele Passagiere, ihre Flüge zu verpassen. Laut oe24.at hatten vier Männer einer Frau im Aufzug eines Parkhauses ihren Koffer geraubt und anschließend Pfefferspray versprüht. Fünf der Verletzten mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden, während die anderen vor Ort von Sanitätern betreut wurden.
Polizeisprecher Peter Stevens bestätigte, dass ein 31-jähriger Mann wegen des Verdachts der Körperverletzung festgenommen wurde. Die Ermittlungen deuten darauf hin, dass sich die beteiligten Personen möglicherweise kannten. Der Hintergrund des Vorfalls ist momentan jedoch unklar, und es wird als „isolierter Vorfall“ betrachtet.
Evakuierung und Gefahrenlage
Separat kam es am Montag zu einem weiteren Vorfall im Check-in-Bereich von Terminal 4 am Flughafen Heathrow, bei dem ein Mann festgenommen wurde. Wie sky.com berichtet, wurde der Vorfall als „potenzieller Gefahrstoffvorfall“ klassifiziert. Etwa 20 Personen klagten über Verletzungen, und die Metropolitan Police fand einen Behälter, von dem angenommen wurde, dass er CS-Spray enthielt.
Die Londoner Feuerwehr und der London Ambulance Service waren schnell vor Ort, um den Bereich gründlich zu durchsuchen und Erste Hilfe zu leisten. Ein 57-jähriger Mann wurde wegen des Verdachts auf Besitz einer Waffe (CS-Spray) und der Störung der öffentlichen Ordnung festgenommen. Es wurde jedoch ausgeschlossen, dass der Vorfall mit terroristischen Aktivitäten in Verbindung steht.
Ähnliche Vorfälle an Flughäfen
Während der Vorfall in London Schlagzeilen machte, ereignete sich am Hamburger Flughafen ein ähnlicher Vorfall, bei dem Dutzende Menschen über Übelkeit, Atemnot und tränende Augen klagten. Der Vorfall, der am Sonntag um die Mittagszeit stattfand, führte dazu, dass der Flughafen komplett geräumt wurde. Laut weser-kurier.de klärte sich die Situation nach etwa 90 Minuten, als die Gaswerte auf eine unbedenkliche Konzentration sanken.
Die Flughafenfeuerwehr fand einen Behälter für Pfefferspray, der sich in einem Papierkorb bei der Sicherheitsschleuse entleert hatte. Der Vorfall führte dazu, dass 130 Rettungskräfte im Einsatz waren und neun Personen vorsorglich ins Krankenhaus gebracht wurden. Insgesamt waren etwa 1500 Passagiere betroffen, und mehrere Flüge mussten umgeleitet oder gestrichen werden.
Die Polizei überprüft nun, ob der Besitzer des Behälters das Pfefferspray absichtlich freigesetzt hat oder ob es sich um ein Missgeschick handelte. In beiden Städten haben diese Vorfälle Anlass zur Besorgnis gegeben und werfen Fragen zur Sicherheit an den Flughäfen auf.