Die Verfolgung eines Autofahrers durch die Polizei hat am 26. Dezember 2025 in Bayern für Aufsehen gesorgt. Die deutsche Bundespolizei wollte den Fahrer bei dessen Einreise von Österreich nach Bayern kontrollieren. Doch der rumänische Fahrer ignorierte die Anhaltezeichen und flüchtete auf der Autobahn in Richtung Regensburg. Diese Situation eskalierte schnell, als der Fahrer die A3 zwischen Passau und Deggendorf verließ und in die entgegengesetzte Richtung zurück nach Österreich raste.
Während seiner Flucht setzte der Fahrer seine Fahrt auf der österreichischen A8 fort. In dieser Zeit wurde er von mehreren Einsatzfahrzeugen der deutschen Bundespolizei, der bayerischen Polizei und der österreichischen Exekutive verfolgt. Die Verfolgung dauerte über eine Stunde und war von gefährlichem Fahrverhalten geprägt: Der Fahrer touchierte die Mittelleitplanke und fuhr mit drastisch überhöhter Geschwindigkeit, wechselte ständig die Fahrstreifen, einschließlich des Pannenstreifens.
Heftige Auseinandersetzung mit der Polizei
Mehrere Versuche, Streifenwagen zu rammen, führten glücklicherweise nicht zu Kollisionen. Trotz des riskanten Verhaltens des Fahrers konnte die Polizei die Situation unter Kontrolle halten. Letztendlich wurde der Flüchtende auf der A1 bei Linz gestoppt.
Als die Polizisten ihn aus dem Fahrzeug holen wollten, verhielt sich der Fahrer aggressiv. Es wird vermutet, dass er alkoholisiert und/oder unter Drogeneinfluss stand, weshalb eine Blutabnahme veranlasst wurde. Nach der Festnahme wurde er in Linz einvernommen, und die Staatsanwaltschaft wird über die weitere Vorgehensweise entscheiden.
Kontext zu Verfolgungsjagden
Verfolgungsjagden stellen ein erhebliches Verkehrssicherheitsproblem dar und sind oft in den Medien dargestellt, besonders im Actiongenre. So wird im offiziellen Sprachgebrauch häufig der Begriff „Verfolgungsfahrt“ verwendet, während „Verfolgungsjagd“ umgangssprachlich ist. Gemäß einer Definition des Ministeriums des Innern von Nordrhein-Westfalen liegt eine Verfolgungsfahrt vor, wenn der Fahrer sich durch Flucht der polizeilichen Maßnahme entzieht. In Deutschland werden Verfolgungsfahrten nicht in der Polizeilichen Kriminalstatistik erfasst, da das Flüchten vor der Polizei nicht strafbar ist.
Es gibt zahlreiche Gründe für diese Art von Verfolgungen, darunter häufig Verkehrskontrollen. Verfolgungsfahrten können aufgrund von überhöhter Geschwindigkeit und Missachtung der Verkehrsvorschriften gefährlich werden. In Deutschland kamen im Jahr 2022 insgesamt 1.164 Verfolgungsfahrten zur Anzeige, was die Notwendigkeit präventiver Maßnahmen unterstreicht, um die Sicherheit im Straßenverkehr zu gewährleisten. Angaben zufolge sterben jährlich etwa 40 Personen im Vereinigten Königreich und 360 Personen in den USA bei solchen Verfolgungen.
Bevorzugte Mittel der Strafverfolgungsbehörden sind unter anderem Stop-Sticks in Deutschland oder PIT-Manöver in den USA, um die Flucht von Tätern zu beenden. Die Polizei muss bei Verfolgungen die Verhältnismäßigkeit wahren und kann die Verfolgung abbrechen, wenn dies notwendig erscheint.
Für Reisende ist es wichtig, Sicherheitsvorkehrungen zu beachten. So weist die Bundespolizei darauf hin, dass die Reisenden auf Bahnhöfen und in Zügen vorsichtig sein sollten. Sie empfiehlt, das Gepäck niemals unbeaufsichtigt zu lassen und bei Konflikten stets respektvoll zu bleiben. Bei verdächtigen Aktivitäten ist es ratsam, umgehend die Polizei zu informieren. Notrufnummern wie 110 für die Polizei und 112 für den Rettungsdienst sollten bekannt sein, um im Ernstfall schnell handeln zu können.