Wien blickt auf ein erfolgreiches Klimajahr 2025 zurück. Gemäß den Ergebnissen einer umfassenden Bilanz hat die Stadt signifikante Fortschritte in der Reduktion der Treibhausgas-Emissionen erzielt. Im Vergleich zum Vorjahr sanken diese um etwa 5,8 Prozent, was weit über dem österreichischen Durchschnitt von 2,6 Prozent liegt. Dies wird zudem von dem neuen Wiener Klimagesetz untermauert, das im April 2025 in Kraft trat. Wien ist nun das erste Bundesland in Österreich, das sich das Ziel der Klimaneutralität bis 2040 gesetzt hat. Diese gesetzlichen Grundlagen schaffen wichtige Instrumente für Klimaschutz, Klimaanpassung und die Förderung der Kreislaufwirtschaft. So wurde auch ein Klimacheck für alle Gesetze und Bauvorhaben im Klimagesetz verankert, um sicherzustellen, dass alle Maßnahmen dem Ziel der Nachhaltigkeit dienen.

Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky hebt hervor, dass in Wien Klimaschutz und soziale Verantwortung untrennbar miteinander verbunden sind. Durch verschiedene Beteiligungsformate, wie die Wiener Klimateams und die konsumfreien „Coole Zonen“, wurde eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung erreicht. Diese Maßnahmen bieten sowohl eine praktische als auch eine symbolische Unterstützung für die klimafreundliche Entwicklung der Stadt. Besonders die Schaffung von 22 Coole Zonen und rund 1.600 Trinkbrunnen im öffentlichen Raum zeigen die Bemühungen um eine bessere Lebensqualität und eine ganzheitliche Vorgehensweise im Klimaschutz.

Erneuerbare Energien und Grünflächen

Ein weiterer wichtiger Punkt in der Bilanz ist der Ausbau erneuerbarer Energien. Wien konnte mit der erfolgreichen Sonnenstrom-Offensive eine Photovoltaik-Leistung von 320 MWp installieren, was das Jahresziel von 250 MWp deutlich übertraf. Dieses Engagement zum Ausbau nachhaltiger Energien trägt zur allgemeinen Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks der Stadt bei.

Zusätzlich wird die Grünflächenpolitik Wiens hervorgehoben. Seit 2020 wurden über 500.000 Quadratmeter Park- und Grünanlagen neu gestaltet und mehr als 112.000 Quadratmeter versiegelt. Ein bemerkenswerter Schritt in diesem Jahr war die Erklärung des Naturschutzgebiets Breitenlee als Wiens sechstes Europaschutzgebiet, das auf 90 Hektar erweitert wurde.

Investitionen und zukünftige Pläne

Für das kommende Jahr 2026 plant Wien Investitionen von rund einer Milliarde Euro in klimawirksame Maßnahmen. Diese Investitionen sollen den Ausbau des öffentlichen Verkehrs, die Sanierung von Gebäuden, die Schaffung neuer Grünräume und die Gewährleistung der Trinkwassersicherheit umfassen. Die Fortschreibung des Wiener Klimafahrplans wird ebenfalls vorangetrieben und soll sicherstellen, dass Wien auf dem richtigen Weg bleibt, um die ambitionierten Klimaziele zu erreichen.

Ein zentrales Ereignis wird die Fortsetzung der Wiener Klima-Biennale sein, die im Frühjahr 2026 stattfinden soll. Dieses Format bietet eine Plattform, um innovative Ideen und Lösungen für den Klimaschutz zu diskutieren und zu fördern. Durch die integrative und nachhaltige Ausrichtung zeigt sich Wien als Vorreiter in der europäischen Klimapolitik.

Insgesamt ist die positive Bilanz für 2025 ein deutliches Zeichen für das Engagement Wiens im Bereich des Klimaschutzes. Die Stadt setzt damit nicht nur lokale, sondern auch europäische Standards. Vor dem Hintergrund der europäischen Klimaschutzpolitik, die darauf abzielt, die Auswirkungen des Klimawandels deutlich zu mindern, reiht sich Wien in die Bemühungen ein, um die gesetzten europäischen Ziele für Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen, wie sie in der Langzeitstrategie „Ein sauberer Planet für alle“ und dem EU Green Deal festgelegt sind.

Für detailliertere Informationen über die Wiener Klimapolitik und die Fortschritte im Jahr 2025 können Sie die Berichte von ÖkoNews und Wien.gv.at konsultieren sowie weitere Einblicke in die europäische Klimapolitik auf der Webseite des Umweltbundesamtes nachlesen.