In wenigen Tagen wird der Jahreswechsel gefeiert, doch die Stadt Wien ruft ihre Bürger dazu auf, in diesem Jahr auf Feuerwerk zu verzichten. Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky hebt die negativen Auswirkungen von Feuerwerk hervor, die nicht nur Menschen, sondern auch Tiere und die Umwelt betreffen. Nach Informationen von Wien.gv.at sind laute Knallgeräusche und Lichterblast für viele Tiere stressauslösend und können zu Panikreaktionen führen.

Das generelle Verbot von Knallern, Feuerwerksraketen und Pyrotechnik in Wien soll dazu beitragen, die Belastung für Tiere und Menschen sowie die Umwelt zu verringern. Feuerwerkskörper setzen schädliche Luftschadstoffe wie Feinstaub, Schwefel- und Stickstoffoxide sowie Schwermetalle frei, die die Luftqualität erheblich beeinträchtigen. Das NABU berichtet, dass die Feinstaubbelastung an Silvester bis zu zwanzigmal höher als der von der WHO empfohlene Grenzwert ist, was nicht nur die Gesundheit der Menschen, sondern auch die von Wildtieren gefährdet.

Auswirkungen auf Tiere

Besonders wichtig ist der Schutz von Haustieren und Wildtieren, die auf die Geräusche von Feuerwerk sehr empfindlich reagieren. Ruth Jily, die Leiterin des Veterinäramts, empfiehlt, Hunde an der Leine zu führen und Freigängerkatzen während der Silvesternacht drinnen zu halten. Manfred Hochleithner, der Präsident der Tierärztekammer Wien, rät dazu, bei ängstlichen Tieren rechtzeitig tierärztlichen Rat einzuholen. Für viele Tiere kann die Silvesternacht zu einem wahrhaft traumatischen Erlebnis werden. Laut WWF sind die Geräusche extrem laut und unvorhersehbar, was Tiere dazu bringt, in den Fluchtmodus zu schalten und potenziell in tödliche Situationen zu geraten.

Wildtiere sind in dieser Zeit besonders gefährdet, da sie sich in Panik von ihren Nahrungsgebieten entfernen. Dies kann verheerende Folgen haben, da sie im Winter ohnehin mit Nahrungsmangel kämpfen müssen. Michael Kienesberger, Leiter der Stadt Wien-Umweltschutz, fordert die Bürger auf, Rückzugsorte in Schutzgebieten zu schaffen, um Wildtieren einen sicheren Ort zu bieten. Auch die Überreste von Feuerwerken stellen eine Gefahr dar, können sie doch Schwermetalle in die Nahrungskette einbringen, die sich langfristig auf die Gesundheit der Tiere auswirken.

Ein umweltfreundlicher Jahreswechsel

Um die Silvesternacht umweltfreundlicher zu gestalten, empfiehlt die Stadt Wien den Wiener Silvesterpfad als Alternative, der mit Musik und Walzertanzen aufwarten kann. Gleichzeitig appellieren das Veterinäramt und die Tierschutzombudsstelle an die Bürger, den Jahreswechsel ruhig zu feiern und auf Feuerwerk zu verzichten.

Zusammenfassend wird klar, dass ein sorgsamer Umgang mit der Natur und eine Rücksichtnahme auf unsere Tiere nicht nur an Silvester, sondern das ganze Jahr über wichtig sind. Wie der NABU feststellt, sind private Feuerwerke ein erheblicher Faktor für Umweltbelastungen und sollten auf zentrale, organisierte Veranstaltungen beschränkt werden, die weniger schädliche Auswirkungen auf Mensch und Tier haben.