Am 29. November 2025 wurden die U17-Nationalspieler Österreichs feierlich in Wien am ÖFB-Campus empfangen. Die Rückkehr der Vizeweltmeister, die in Katar triumphierend sieben Spiele mit einem beeindruckenden Torverhältnis von 17:1 bestritten hatten, wurde von vielen als ein bedeutender Moment für die zukünftige Fußballgeneration gewertet. Teamchef Hermann Stadler äußerte sich optimistisch, dass die Enttäuschung über die Final-Niederlage gegen Portugal überwunden sei und die Spieler nun die positiven Eindrücke des Turniers verarbeiten sollten. Er bemerkte, dass die Mannschaft wie eine Familie zusammengehalten hat und lobte die hervorragende Zusammenarbeit mit den Akademieleitern und Pädagogen.
Ein Highlight der Erfolgsstory war Jakob Pokorny, der als Kapitän in fünf Tagen seine Matura absolvieren wird, während Johannes Moser, der im Turnier acht Tore erzielte, seine Emotionen nach dem Turnier genießen möchte. Sebastian Prödl, ein ehemaliger Spieler, betonte die Wichtigkeit der Unterstützung junger Talente und möchte dafür sorgen, dass diese die Fehler, die er in seiner Karriere gemacht hat, nicht wiederholen. Der Sportdirektor des ÖFB, Peter Schöttel, bezeichnete die Mannschaft als eine der besten der Welt, während Präsident Josef Pröll mehr Fokus auf die Jugendarbeit versprach und an die „goldene Generation“ der Nachwuchsspieler glaubt.
Erfolgreiche Spieler und Taktiken
Die U17-Mannschaft konnte sich im gesamten Turnier überragend präsentieren. Die Spieler, die vom Teamchef für ihren Einsatz und ihre Teamarbeit gelobt wurden, zeigten bemerkenswerte Leistungen. So war der Torwart Daniel Posch aus Mainz besonders hervorzuheben, der im Turnier kein Gegentor kassierte und somit eine Torsperre von 12 U17-Einsätzen ohne Niederlage aufrecht erhalten hat. Backup-Torwart war Paul Scharner aus St. Pölten.
In der Abwehr bildeten Kapitän Jakob Pokorny und Ifeanyi Ndukwe aus Austria die Innenverteidigung, flankiert von Rafael Feldinger und Florian Hofmann als Außenverteidiger. Im Mittelfeld sorgten Luca Weinhandl von Sturm Graz und Vasilije Markovic für Stabilität und Kreativität, wobei Markovic zwei Assists lieferte. In der Offensive glänzten Hasan Deshishku, Jakob Werner und Johannes Moser, wobei Moser, der acht Tore erzielte, maßgeblich zu den Erfolgen beitrug und unter anderem Doppelpacks gegen England und Italien erzielte.
Nicolas Jozepovic war der Hauptstürmer und erzielte zwei WM-Treffer, während Dominik Dobis, der als Solostürmer eingeplant war, aufgrund eines Kreuzbandrisses ausfiel. Alle Feldspieler kamen im Verlauf des Turniers zum Einsatz, abgesehen von Torwart Christof Katzmayr.
Ausblick auf die Zukunft
Mit dem Rückkehrer Hermann Stadler plant das Team nun, sich auf zukünftige Aufgaben beim ÖFB zu konzentrieren. Dieses Engagement ist wichtig, insbesondere angesichts der steigenden Bedeutung von Nachwuchsarbeit im Fußball, die aktuell auch in Deutschland verstärkt thematisiert wird. Dort untersucht man die Probleme der Nachwuchsarbeit sowie die Möglichkeiten zur Verbesserung der Qualität in den Leistungszentren, während viele Bundesligisten vermehrt in Jugendspieler aus dem Ausland investieren.
Die österreichische U17-Mannschaft hat mit ihrem Erfolg nicht nur das zukünftige Potenzial gezeigt, sondern auch die Grundsteine für eine vielversprechende Fußballzukunft gelegt. Die nächsten Herausforderungen stehen an, und die Überzeugung, dass diese „goldene Generation“ Großes leisten kann, ist spürbar.