Am 22. Dezember 2025 wurde im 2. Bezirk von Wien eine neue Radverbindung feierlich eröffnet. Diese 500 Meter lange, zwei Richtungen bedienende Radwegstrecke erstreckt sich zwischen Donaukanal und Augarten und wurde in der Rembrandtstraße zwischen der Oberen Augartenstraße und der Oberen Donaustraße verbreitert. Mit dem Ziel, die Sicherheit und den Komfort für Radfahrende zu erhöhen, verbessert der Radweg die Verbindung zwischen der Inneren Stadt und dem Augarten, einem beliebten Naherholungsgebiet. Mobilitätsstadträtin Ulli Sima und Bezirksvorsteher Alexander Nikolai hoben die Wichtigkeit dieser Verbesserung der Radinfrastruktur hervor, die auch die Lebensqualität in der Stadt steigert, wie Wien.gv.at berichtet.
Die Wiener Radwegoffensive umfasst mittlerweile über 250 Projekte, die insgesamt knapp 100 Kilometer im Hauptradwegenetz abdecken. Im Jahr 2024 wird der Anteil der Radwege voraussichtlich 11 % betragen, was einem Anstieg im Vergleich zu 7 % im Jahr 2019 entspricht. Die Eröffnung des neuen Radwegs ist Teil einer umfassenden Strategie, die auch die Schaffung weiterer Radwege im 2. Bezirk beinhaltet. So wurden kürzlich mehrere neue Radverbindungen abgeschlossen, darunter:
- 2,5 km lange Verbindung Seeböckgasse/Geblergasse
- 1,5 km lange Verbindung Rinnböckstraße-Rennweg
- 1 km lange Fahrradstraße Auhofstraße
- 1,2 km lange Verbindung vom Gürtel über Alserbachstraße bis Friedensbrücke
- 900 m lange Radverbindung in der Alszeile in Hernals
Grünflächen und Verkehrssicherheit
Im Frühjahr 2024 sollen entlang der neuen Radverbindung 13 neue Bäume und 232 Quadratmeter Grünflächen gepflanzt werden. Zudem wurden Gehsteigvorziehungen an Kreuzungen eingeführt, um die Verkehrssicherheit zusätzlich zu erhöhen. Diese Maßnahmen sind Teil eines umfassenden Begrünungsprojekts, das mit der Nachbegrünung des Nordbahnviertels 2026 fortgesetzt werden soll.
Die Bedeutung des Radverkehrs wird auch durch die Ergebnisse der Studie „Mobilität in Städten 2023 (SrV)“ unterstrichen, die auf der Abschlusskonferenz der TU Dresden präsentiert wurde. Der Radverkehrsanteil ist in den letzten Jahren gestiegen, wobei der Anteil in Metropolen auf 19 % gewachsen ist, verglichen mit 18 % im Jahr 2018. Dies zeigt, dass das Fahrradfahren in städtischen Gebieten zunehmend an Bedeutung gewinnt, was auch für Wien gilt. Die Studie zeigt zudem, dass der Motorisierte Individualverkehr zurückgeht, während der Radverkehrsanteil in vielen städtischen Räumen zunimmt, wie Veloplan analysiert.
Insgesamt sind die jüngsten Entwicklungen in Wien und den Ergebnissen der Studie positive Signale für einen Wandel hin zu umweltfreundlicheren Verkehrsformen. Die Stadt setzt auf eine verbesserte Radinfrastruktur, um sowohl die Sicherheit als auch den Komfort für Radfahrende zu erhöhen und damit die urbanen Lebensqualität zu fördern.