Am Freitagabend, den 27. Dezember 2025, kam es im Wohnpark Alterlaa im Stadtteil Wien-Liesing zu einem verheerenden Brand. Auslöser war ein Zimmerbrand im 9. Stockwerk, der rasch auf die Balkone der Brandwohnung sowie die darüberliegenden Balkone übergriff. Die Hitzewelle, die durch den Brand ausgelöst wurde, schadete nicht nur den betroffenen Wohnungen, sondern führte auch zu ernsthaften Schäden in angrenzenden Bereichen des Gebäudes. Die Feuerwehr erhielt zahlreiche Notrufe und war sofort im Einsatz.

Die Feuerwehr stellte sich der Herausforderung mit zwei Löschleitungen im Gebäudeinneren und einer weiteren Leitung, die von außen über eine Drehleiter angebracht wurde. Mehrere Personen mussten mit Fluchtfilterhauben aus stark verrauchten Bereichen gerettet werden. Die Berufsrettung Wien stellte vor Ort eine umfangreiche Betreuung sicher und war mit insgesamt 18 Einsatzfahrzeugen, darunter eine mobile Leitstelle und ein Evakuierungsbus, vor Ort.

Rettungsaktion und Nachwirkungen

Während der Löscharbeiten wurde eine verstorbene Person aufgefunden. Darüber hinaus war der Einsatz der Rettungskräfte auch auf die Betreuung von 54 Personen ausgelegt, unter denen 30 ohne gesundheitliche Beschwerden in einer beheizten Tennishalle untergebracht wurden. 24 Personen benötigten eine notärztliche Untersuchung, eine davon wurde in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht, konnte aber bald entlassen werden.

Nach dem Ablöschen des Feuers waren umfangreiche Nachlösch- und Aufräumarbeiten erforderlich. Besonders bemerkenswert war die Rettung eines Hasen aus einer der beschädigten Wohnungen, was die Tragik des Vorfalls zusätzlich unterstrich. Der Brand, der in einer Hochhausstruktur entstanden ist, zeigt einmal mehr die Risiken auf, die mit Gebäudebränden in höheren Stockwerken verbunden sind.

Statistiken und Brandausbruch-Risiken

Gemäß der Initiativen zur Brandrisikobewertung, wie der vfdb-Brandschadenstatistik, ist jeder Brand in einem Wohngebäude bedenklich. Küchen stellen mit 27 % der Brandentstehungen die häufigste Quelle für solche Vorfälle dar. In Wohngebäuden machen Küchenbrände fast die Hälfte aller Brände aus. Besonders hervorzuheben ist, dass 83 % der Gebäudebrände bis zum zweiten Obergeschoss vorkommen, während Brände in höheren Ethagen seltener sind, jedoch in der Regel größere Schäden verursachen.

Die Analyse des Zeitpunkts, zu dem die meisten Brände auftreten, ergibt, dass der Zeitraum zwischen 23 Uhr und 4 Uhr nachts ein höheres Schadenausmaß aufweist, obwohl in diesen Stunden weniger Brände gemeldet werden. Diese Erkenntnisse belegen die Notwendigkeit, weiterhin präventiv zu arbeiten und aufzuklären.

Die Vorfälle im Wohnpark Alterlaa und die Herausforderungen, die solche Brände mit sich bringen, betonen die Bedeutung eines effektiven Brandschutzes und die Notwendigkeit kontinuierlicher Verbesserungen in der Lebenssicherheit in Hochhäusern. Ziel der erfassenden Institutionen ist es, fundierte Fakten für Entscheidungen im Brandschutz bereitzustellen, um zukünftige Brände besser zu verhindern und schnell darauf reagieren zu können.

Für weitere Informationen zu den jüngsten Vorfällen und der Brandschutzstatistik besuchen Sie die folgenden Links: Wien.gv.at, feuerwehren.at und feuertrutz.de.