Am Abend des 31. Dezember 2025 wurde ein Railjet mit rund 150 Passagieren aufgrund eines technischen Defekts zwischen Schwarzach und Lend evakuiert. Laut fireworld.at forderten die ÖBB die Feuerwehr zur Unterstützung an, nachdem der Zug auf seiner Strecke nach Bregenz liegengeblieben war. Die Evakuierung wurde aufgrund der Tatsache, dass ein Abschleppen des defekten Zuges nicht kurzfristig möglich war, in die Wege geleitet.

Um eine sichere Evakuierung zu gewährleisten, wurde eine Ersatz-Triebwagengarnitur auf dem Nachbargleis abgestellt. Die Zuginsassen und ihr Gepäck wurden über einen speziell eingerichteten Evakuierungssteg in die Ersatzgarnitur umgeladen. Die gesamte Evakuierung konnte um 19:00 Uhr, zwei Stunden nach dem ersten Notruf, abgeschlossen werden, und erfreulicherweise gab es keine Verletzten. Die Bahnstrecke konnte kurze Zeit später wieder freigegeben werden.

Beteiligt an der Evakuierung

Für die Durchführung des Einsatzes waren insgesamt drei Feuerwehren, namentlich St. Veit, Schwarzach und Lend, mit 88 Mitgliedern und 14 Fahrzeugen im Einsatz. Zudem waren der Abschnittsfeuerwehrkommandant des Abschnitts 2 Pongau, der Abschnittsfeuerwehrkommandant des Abschnitts 4 Pinzgau, der Einsatzleiter der ÖBB, ein Notarzt des Roten Kreuzes sowie die Polizei aktiv beteiligt.

Ähnliche Szenarien haben in der Vergangenheit ebenfalls zu Evakuierungen geführt. Ein Beispiel hierfür ist ein Vorfall am 6. Juli 2025, bei dem rund 340 Fahrgäste in einem Regionalzug bei Köln festsaßen. Auch in diesem Fall war die Feuerwehr gefordert, nachdem medizinische Notfälle im Zug gemeldet wurden. Die Passagiere wurden über Bretter in einen Ersatzzug evakuiert, während die Feuerwehr für Wasserversorgung sorgte, da die Klimaanlage aufgrund eines Stromausfalls ausgefallen war. Der gesamte Einsatz dauerte etwa drei Stunden, wie n-tv.de berichtet.

Sicherheit im Bahnverkehr

Die Vorfälle werfen Fragen zur Sicherheit im Bahnverkehr auf. Trotz umfassender Sicherheitssysteme wie der Punktförmigen Zugbeeinflussung (PZB), die eine Überwachung der Lokführer während der Fahrt ermöglicht und bei Problemen eine Zwangsbremsung auslöst, können technische Defekte und andere Hindernisse trotz der Maßnahmen nicht immer ausgeschlossen werden. Das PZB-System erkennt keine blockierten Gleise oder Hangrutsche, was in bestimmten Situationen zu kritischen Lagen führen kann, erläutert swr.de.

In Deutschland, wo diese Systeme fast überall installiert sind, wird bei Unwettern häufig der Zugverkehr eingestellt, um die Sicherheit der Fahrgäste zu gewährleisten. Trotz der Herausforderungen, die eine Gefährdung der Sicherheit darstellen können, gilt das Zugfahren in Deutschland im Allgemeinen als sicher.