Ein tragisches Unglück ereignete sich am Montag in den italienischen Alpen, wo ein 52-jähriger Ungar beim Lawinenabgang in Südtirol ums Leben kam. Der Mann befand sich gemeinsam mit seiner Frau auf dem Hartdegenweg in der Rieserfernergruppe, als die Lawine auslöste und ihn erfasste. Er stürzte dabei etwa 450 Höhenmeter über felsdurchsetztes Gelände ab. Während die Frau des Verunglückten unverletzt blieb, war für den Mann jede Hilfe zu spät. Dieser Vorfall ereignete sich auf einer Höhe von rund 2.350 Metern, wo die Bedingungen in den letzten Jahren aufgrund des Klimawandels und einer verstärkten Aktivität von Naturereignissen immer gefährlicher geworden sind, wie auch Deutschlandfunk beobachtet hat.
Die Bergung wurde von einer Vielzahl an Rettungsteams durchgeführt, darunter die Bergrettung Ahrntal, der Notarzthubschrauber Pelikan 2 sowie Aiut Alpin Dolomites, Freiwillige Feuerwehr Rein in Taufers, Carabinieri, Finanzpolizei und Notfallseelsorge. Es wird vermutet, dass die Lawine möglicherweise von den Wanderern selbst ausgelöst wurde, was auf die Gefahren hinweist, die beim Schneeschuhwandern in bergigem Gelände lauern. Solche Vorfälle sind in den Alpen keine Seltenheit, und die Zahl der tödlichen Unfälle hat in den letzten Jahren zugenommen.
Risikofaktoren im Bergsport
Die tragischen Ereignisse in den Alpen sind alarmierend. Laut Alpin.de waren im Dezember 2025 zahlreiche Bergrettungseinsätze erforderlich, darunter diverse rescues in den letzten Wochen. Bei Unfällen stellen in den meisten Fällen Wanderer und Bergsteiger, die in den Bergen unterwegs sind, die häufigste Risikogruppe dar. Die meisten Unfälle erfolgen in den warmen Monaten beim Wandern oder Bergsteigen und betreffen häufig Männer über 50, die oft körperlich herausfordernde Touren unternehmen.
Ein weiterer entscheidender Faktor ist die Unsicherheit vieler Bergsportler bezüglich der aktuellen Bedingungen. Oft werden die Wetterverhältnisse und die eigene Ausrüstung unterschätzt, was dazu führt, dass Bergrettungen angesichts der zunehmend unberechenbaren Natur häufiger und notwendiger werden. In Österreich etwa stiegen die Rettungseinsätze von Mai bis September auf 3.674, was 200 mehr ist als im Schnitt der letzten zehn Jahre.
Der Einfluss des Klimawandels
Der Klimawandel hat nicht nur die Anzahl der Einsätze erhöht, sondern auch die Gefahren im Hochgebirge verstärkt. Instabilitäten in den Bergregionen führen zu häufigeren Steinschlägen und Lawinen, was die Situation für Bergsportler gefährlicher macht. In Südtirol kommt es immer wieder zu „Taxifahrten“ – Einsätzen für Unverletzte, die sich aufgrund schlechter Planung in Schwierigkeiten bringen. Jährlich verlieren mehrere Hundert Menschen ihr Leben beim Bergsport in den Alpen, wobei ein erheblicher Teil dieser Unfälle durch Selbstüberschätzung verursacht wird.
In Anbetracht dieser Entwicklungen ist es von entscheidender Bedeutung, dass Bergsportler sich umfassend vorbereiten und stets die aktuellen Wetterbedingungen sowie die Sicherheitshinweise beachten, um tragische Unfälle wie den jüngsten Lawinenabgang zu vermeiden.