Der Lebensmittelkonzern HOFER hat einen Rückruf für BIO Mungobohnensprossen bekannt gegeben, die von der E. u J. Strobl GesmbH geliefert wurden. Wie vol.at berichtet, besteht der Verdacht auf mikrobielle Verunreinigung mit STEC-Bakterien. Der Rückruf erfolgt vorsorglich, nachdem seit dem 28. September 2025 die betroffenen Produkte in diversen HOFER-Filialen in Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Burgenland, Tirol und Vorarlberg verkauft wurden.
Es sind Verpackungen mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum zwischen dem 3. und 28. Oktober 2025 und Chargennummern von 5526939 bis 5329543 betroffen. Der Verkauf dieser Sprossen wurde bereits gestoppt, und Verbraucher können die betroffenen Produkte in jeder HOFER-Filiale zurückgeben, auch ohne Kaufbeleg, um den vollen Kaufpreis erstattet zu bekommen. Wichtig zu erwähnen ist, dass der Rückruf keine Schuldzuweisung an den Hersteller oder Händler impliziert.
Gesundheitliche Risiken durch EHEC
Zusätzlich zu dem Rückruf bei HOFER gibt es derzeit verstärkte Warnungen vor EHEC-Bakterien in Deutschland. Laut ruhr24.de kann die Infektion mit diesen Bakterien schwere Magen-Darm-Erkrankungen verursachen, insbesondere bei Kleinkindern und älteren Menschen. In den letzten Monaten gab es einen Anstieg von EHEC-Fällen, vor allem in Mecklenburg-Vorpommern mit rund 90 dokumentierten Fällen.
Der letzte größere EHEC-Ausbruch ereignete sich 2011, als beinahe 4000 Menschen infiziert wurden und 53 Todesfälle zu beklagen waren. Derzeit sind Produkte wie bio-zertifizierte Mungobohnensprossen sowie verschiedene Mischungen von Sprossen betroffen. Diese wurden in einer Vielzahl von Supermärkten in Bundesländern wie Bremen, Hamburg und Nordrhein-Westfalen verkauft. Verbraucher werden dringend aufgefordert, diese Produkte zu vernichten oder in die Verkaufsstellen zurückzubringen, um eine Erstattung zu erhalten.
Sicherheitsmaßnahmen zur Vermeidung von EHEC-Infektionen
Um eine Infektion mit EHEC zu vermeiden, empfehlen Experten, einige einfache Vorsichtsmaßnahmen zu befolgen. Dazu gehören:
- Hände gründlich waschen, besonders vor der Zubereitung von Lebensmitteln.
- Sprossen getrennt von anderen Lebensmitteln anzüchten und lagern.
- Abgekochtes Trinkwasser für die Sprossenherstellung verwenden.
- Gekaufte Sprossen im Kühlschrank lagern und zeitnah verbrauchen.
- Sprossen vor dem Verzehr kochen oder braten.
Zusätzlich wurde auch eine Rückrufaktion für die Schleizer Zwiebelmettwurst aufgrund nachgewiesener EHEC-Bakterien gestartet. Wie br.de berichtet, sind die betroffenen Produkte in verschiedenen Regionen Deutschlands erhältlich und zeigen ähnliche gesundheitliche Risiken.
Die Verbraucher werden aufgefordert, aufmerksam zu sein und im Verdachtsfall Produkte zurückzugeben, um mögliche Gesundheitsrisiken zu minimieren.