Am 3. Dezember 2025 wurde der neue TAP-Kalender für das Jahr 2026 in der Bürgerservicestelle der Stadtgemeinde Lienz vorgestellt. Der Kalender zeigt historische Orte der Stadt und bietet interessierten Bürgern einen Einblick in die Entwicklung von Lienz über einen Zeitraum von fast 130 Jahren, von 1885 bis 2012. Zu den abgebildeten Orten gehören unter anderem die „Lienzer Wiere“, die 1962 zugeschüttet wurde, das Tesser-Haus, heute bekannt als Mittelschule Egger-Lienz, sowie das im Jahr 2016 abgerissene Bundeskonvikt und der Obere Schloss-Moar. Alle Fotografien stammen aus dem Tagesarchiv der Stadt (TAP) und zeigen damit eine spannende Mischung aus bekannten und unbekannten Perspektiven der Stadt.
Der Kalender hat eine limitierte Auflage von 700 Stück und ist zum Preis von 15 Euro erhältlich. Ein Teil des Erlöses, genau 10 Euro pro verkauftem Kalender, fließt in den Soforthilfesozialfonds der Stadt, während 5 Euro in die Umsetzung des Kalenders selbst investiert werden. Bürgermeisterin Elisabeth Blanik betonte bei der Präsentation des Kalenders die Bedeutung dieser Aufnahmen, die den „unbekannten“ Teil von Lienz ins Licht rücken und damit auf das kulturelle Erbe der Stadt hinweisen.
Besondere Aufnahmen und historische Einblicke
Das Coverbild des Kalenders zeigt das Spritzenhaus der Freiwilligen Feuerwehr Lienz, fotografiert in den Jahren 1907/08. Historisch betrachtet war dieses Gebäude nicht nur als Spritzenhaus zentral, sondern beherbergte zuvor die Hauptpost und war davor das Hotel Lienzerhof, welches 1945 durch US-Bomben zerstört wurde. Weitere besondere Aufnahmen zeigen Straßenzüge wie die Beda-Weber-Gasse und beinhalten seltene Perspektiven, die teilweise erstmals präsentiert werden, wie etwa eine Aufnahme von Klaus Dapras.
Der TAP-Kalender wurde von der Stadtgemeinde Lienz herausgegeben und ist ab sofort im Bürgerservice erhältlich. Bürgermeisterin Elisabeth Blanik hob hervor, dass die Präsentation des Kalenders genau an dem Ort stattfand, an dem das Titelbild aufgenommen wurde, wodurch eine tiefere Verbindung zur Geschichte der Stadt geschaffen wird.
Unterstützung des kulturellen Erbes
Das Tiroler Archiv für photographische Dokumentation und Kunst (TAP) stellt nicht nur die Fotografien zur Verfügung, sondern spielt auch eine wichtige Rolle in der Bewahrung des kulturellen Erbes in der Region. Der Verein wird von Dr. Richard Piock geleitet und hat sich zum Ziel gesetzt, historische Dokumentation und Kunst in Tirol zu fördern (tiroler-photoarchiv-sued.eu).
Die fundierte Sammlung und die Präsentation dieser historischen Aufnahmen ermöglichen es den Bewohnern und Besuchern von Lienz, die reiche Geschichte und kulturelle Vielfalt der Stadt neu zu entdecken. Die Resonanz auf den Kalender zeigt nicht nur das Interesse an der lokalen Geschichte, sondern auch die Wertschätzung für die Arbeit des TAP, das als wichtige Institution in der kulturellen Landschaft Tirols fungiert.
Insgesamt präsentiert der TAP-Kalender 2026 eine wertvolle Zusammenstellung von Bildern und Informationen, die es wert sind, betrachtet und geschätzt zu werden. Er bietet eine großartige Gelegenheit, das historische Lienz kennenzulernen und gleichzeitig die Bemühungen um den Erhalt des kulturellen Erbes zu unterstützen.
Für weitere Informationen über die vorgestellten Bilder und den Kalender selbst, können Interessierte die folgenden Artikel lesen: Dolomitenstadt und Kleine Zeitung.