Am Mittwoch, dem 31. Dezember 2025, war die Gondelbahn im Skigebiet Sonnenkopf in Vorarlberg wegen eines technischen Defekts komplett außer Betrieb. Seit den frühen Morgenstunden warteten die Gäste vergeblich darauf, ins Skigebiet gelangen zu können. Verantwortliche zeigten sich zunächst optimistisch, dass das Problem bis zum Mittag behoben werden könnte. Doch trotz intensiver Arbeiten, die um 10:30 Uhr aufgenommen wurden, musste kurz vor Mittag auf der offiziellen Website der Sonnenkopfbahn bekannt gegeben werden, dass die Gondelbahn den ganzen Tag außer Betrieb bleibt. Dies führte zu langen Schlangen an der Talstation, da keine Gäste ins Skigebiet befördert werden konnten. Es bleibt unklar, wie lange die Reparaturen andauern werden. Vol.at berichtet über die Situation.
Die gesamte Situation erinnert an einen Unfall, der sich erst vor kurzem im selben Skigebiet ereignet hat. Am Dienstag, dem 4. November, verletzte sich ein 61-jähriger Mann während Wartungsarbeiten an der Sonnenkopfbahn. Um 10:50 Uhr löste sich eine Abziehvorrichtung, die er mit der linken Hand hielt, und verletzte ihn schwer. Er wurde umgehend von Kollegen erstversorgt und mit einem Notarzthubschrauber ins Landeskrankenhaus Feldkirch geflogen. Glücklicherweise konnte der Mann nach ambulanter Behandlung noch am selben Tag das Krankenhaus verlassen. Die Polizei schloss Fremdverschulden aus. Informationen hierzu stammen von der Allgäuer Zeitung.
Sicherheitslage im Skigebiet
Die Sicherheitslage in den österreichischen Skigebieten, einschließlich Sonnenkopf, wird durch strenge Vorgaben und regelmäßige Kontrollen gewährleistet. Laut der Wirtschaftskammer Österreich sind die Seilbahnanlagen qualitativ hochwertig und es wird jährlich in Schulungen und Ausbildungen für Pistenrettung investiert – rund 11 Millionen Euro. Rund 2.400 Seilbahn-Mitarbeiter sind speziell ausgebildet, um im Bergungsbereich und als Pistenrettungssanitäter zu agieren.
In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der Skiunfälle trotz steigender Beförderungszahlen um 50% gesenkt worden. Ein engmaschiges Rettungssystem sowie die professionelle Versorgung vor Ort tragen dazu bei, die Sicherheit zu erhöhen. Insgesamt gelten Seilbahnen in Österreich als das sicherste Massentransportmittel. Die Passagiere profitieren durch den Preis des Skipasses von umfassenden Dienstleistungen wie Unfallverhütung, Pistenrettung, Lawinenschutz und mehr.
Die Hauptursachen für Skiunfälle sind in der Regel Aufprälle sowie Herz-Kreislauf-Störungen, wobei die meisten Verletzungen durch eigene Stürze oder Kollisionen entstehen. Verantwortliche empfehlen, beim Skifahren stets angepasst zu fahren, das Material zu überprüfen, Pausen einzulegen und die FIS-Regeln einzuhalten. Dies kann dazu beitragen, Unfälle zu vermeiden und für mehr Sicherheit auf den Pisten zu sorgen.