In der Nacht auf Montag kam es im steirischen Eggersdorf bei Graz zu einem schweren Verkehrsunfall, verursacht von einem 27-jährigen alkoholisierten Fahrer. Nach Angaben von Kosmo verunglückte dieser, als er in einer Linkskurve von der Straße abkam und gegen einen Baum prallte. Der Fahrer und ein 30-jähriger Beifahrer blieben zwar unverletzt, jedoch wurde ein 28-jähriger Mitfahrer schwer verletzt und musste von einer Bekannten ins LKH Graz transportiert werden.

Die Mutter des Unfallverursachers, eine 55-jährige Frau, versuchte, ihren Sohn zu decken, indem sie fälschlicherweise angab, die Lenkerin gewesen zu sein. Dies führte zu einem erhöhten Ermittlungseinsatz der Polizei, die um 21:15 Uhr über den verunfallten Wagen informiert wurde, jedoch zunächst niemanden an der Unfallstelle fand. Die vermeintlich widersprüchlichen Aussagen der Mutter führten dazu, dass die Ermittler weitere Nachforschungen anstellten und letztlich feststellen konnten, dass der 27-Jährige tatsächlich am Steuer saß.

Alkoholisierung und rechtliche Folgen

Ein Alkotest, der bei dem 27-jährigen Fahrer durchgeführt wurde, bestätigte eine erhebliche Alkoholisierung. In Deutschland, wie aus dem Urteil des OLG Frankfurt hervorgeht, sind die rechtlichen Konsequenzen bei alkoholbedingter Unfallverursachung klar geregelt. Hier greift der Anscheinsbeweis, wenn ein nüchterner Fahrer den Unfall hätte vermeiden können. Bei dem Unfall in Eggersdorf wurde der Fahrlässigkeit des Fahrers ebenfalls Rechnung getragen. Die Polizei entzog ihm daraufhin vorläufig die Fahrerlaubnis und erstattete Anzeige.

Statistiken belegen den ernsten Hintergrund alkoholbedingter Verkehrsunfälle. Laut BASt starb in der EU jeder vierte Verkehrstote durch Alkohol. Im Rahmen eines EU-Projekts wurden umfassende Daten zur Alkoholisierung von Fahrern ermittelt. Diese Informationen zeigen, dass 86,5 % der Pkw-Fahrer keinen Alkohol konsumiert hatten und die Mehrheit, 96,4 %, die gesetzlich geltende BAK-Grenze von 0,5 Promille nicht überschritt. Dennoch gab es eine Auffälligkeit: Männliche Fahrer und junge Verkehrsteilnehmer berichteten häufiger von Fahrten unter Alkoholeinfluss.

Fazit und Ausblick

Der Vorfall in Eggersdorf verdeutlicht die dramatischen Konsequenzen, die Alkoholisierung am Steuer nach sich ziehen kann. Während der Unfallverursacher und sein Beifahrer unverletzt blieben, kämpft der Mitfahrer mit schweren Verletzungen. Die anstehenden rechtlichen Schritte und die Forderungen nach Präventionsmaßnahmen gegen Alkoholfahrten bleiben unter den gegebenen Umständen von höchster Bedeutung. Es bleibt abzuwarten, welche weiteren Maßnahmen zur Bekämpfung von Alkoholfahrten ergriffen werden, um die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen.