In der Nacht zum 6. Dezember 2025 kam es in Stainz, Steiermark, zu einem dramatischen Einsatz, als ein Dachstuhl in Vollbrand geriet. Die Alarmierung der Einsatzkräfte erfolgte gegen 04:00 Uhr, und rund 110 Feuerwehrleute von zehn Feuerwehren aus der Umgebung wurden mobilisiert, um den Brand zu bekämpfen. Gemäß Fireworld wurden beim Eintreffen der Polizei bereits erste Löschmaßnahmen durch die Feuerwehr Stainz durchgeführt.
Im Gebäude befand sich zum Zeitpunkt des Brandes lediglich eine 69-jährige Hausbesitzerin, die glücklicherweise selbstständig entkommen konnte. Während die Feuerwehrleute gegen die Flammen kämpften, erlitt eine Feuerwehrfrau eine leichte Kohlenmonoxidvergiftung und musste ins LKH Deutschlandsberg gebracht werden. Nach ambulanter Behandlung konnte sie jedoch schnell wieder zu ihrem Einsatzort zurückkehren.
Brandursache und Folgen
Die Brandursache wurde auf die unachtsame Entsorgung heißer Asche in eine Mülltonne zurückgeführt. Dieser Vorfall wirft ein Licht auf die häufigsten Brandursachen in Wohngebäuden, wovon Küchen mit 27 % die größte Gefahrenquelle darstellen, wie auch in der Deutschen Brandstatistik der vfdb dokumentiert. Die Statistik zeigt, dass in Wohngebäuden fast die Hälfte aller Brände in Küchen ausbricht.
Eine Analyse der Brandrisiken hat gezeigt, dass 83 % der Gebäudebrände bis zum zweiten Obergeschoss stattfinden, während Brände in höheren Geschossen seltener, aber oft mit größeren Schäden verbunden sind. Der Zeitraum zwischen 23 Uhr und 4 Uhr ist dabei besonders kritisch, obwohl statistisch weniger Brände vorkommen. Hierfür sind die spezifischen Herausforderungen im Holzbau sowie die Verbreitung neuer Brandrisiken wie Elektromobilität von Bedeutung.
Die heutige Szene in Stainz trägt zur Notwendigkeit bei, kontinuierlich Daten über Brandeinsätze zu erfassen. Die vfdb ruft Feuerwehren dazu auf, an der Datenerfassung teilzunehmen, um gesicherte Erkenntnisse zur Verbesserung des Brandschutzes zu gewinnen. Durchschnittlich benötigt jeder Einsatz nur zwei Minuten für die Dokumentation, was einen wichtigen Schritt zur Prävention darstellt.
Die Ereignisse von heute in Stainz unterstreichen die Gefahren, die von unsachgemäßer Handhabung von Feuer und Asche ausgehen können. Die Feuerwehren spielen eine entscheidende Rolle beim Schutz der Gemeinschaft, wie dieser Vorfall eindrücklich zeigt.
Die Berichterstattung zu diesem Vorfall wird fortgesetzt, während die lokale Feuerwehr und Behörden weiterhin die Lage im Blick behalten.
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