In den letzten Tagen vor dem Jahreswechsel haben Behörden in Österreich und Deutschland umfangreiche Kontrollen durchgeführt, um illegal gelagerte Pyrotechnik zu sichern. In Wien-Floridsdorf wurden heute während einer routinemäßigen Kontrolle durch die Gruppe Sofortmaßnahmen mehrere hundert Kilogramm illegaler Feuerwerkskörper in einem Geschäftslokal beschlagnahmt. Walter Hillerer, der Leiter der Gruppe Sofortmaßnahmen, betonte, dass derartige Mengen in einem Geschäft nicht erlaubt sind und ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen. Dies berichtet exxpress.at.

Zusätzlich wurden am burgenländischen Grenzübergang in Kittsee zwei Tage vor Silvester insgesamt elf Feuerwerksraketen und Batterien sichergestellt. Auch in Nickelsdorf, Bezirk Neusiedl am See, fanden die Polizisten 24 verbotene Pyrotechnik-Objekte, darunter mehrere Raketen, zwei pyrotechnische Batterien und drei „römische Fackeln“, die unzureichend beschriftet waren. Einige der beschlagnahmten Gegenstände wiesen aufgrund fehlender oder mangelhafter Typenschilder erhebliche Mängel auf.

Grenzkontrollen in Bayern

Parallel zu den Operationen in Österreich führten die deutschen Bundespolizisten intensive Grenzkontrollen durch. Besonders im Bereich Furth im Wald (Landkreis Cham) und Waidhaus (Landkreis Neustadt) wurden Hunderte illegale Feuerwerkskörper sichergestellt, die zum größten Teil aus Tschechien stammten. In Waidhaus entdeckten die Beamten über 43 Kilogramm nicht zugelassene Feuerwerksartikel mit einer Vielzahl an Mängeln in Bezug auf Prüfzeichen und Einfuhrgenehmigungen. Ermittlungsverfahren wurden gegen die Verantwortlichen eingeleitet, wie n-tv.de berichtet.

Die Sicherheitskräfte berichteten von mehreren jugendlichen Tätern, die mit verbotenen Feuerwerkskörpern und in einigen Fällen sogar mit Waffen wie Schlagringen und Elektroschockern erwischt wurden. Dies unterstreicht die Gefahren, die von illegaler Pyrotechnik ausgehen, nicht nur für die Gesundheit der Benutzer, sondern auch für Unbeteiligte.

Sicherheitswarnung vor dem Kauf

Zur gleichen Zeit warnen die deutschen Behörden eindringlich vor dem Kauf illegaler Feuerwerkskörper, die häufig ohne CE-Kennzeichnung angeboten werden. Solche Produkte entsprechen nicht den deutschen Sicherheitsvorschriften und können unkontrollierbar abbrennen. Die Polizei und der Zoll betonen, dass Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz sogar mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe geahndet werden können. Verursacher müssen außerdem die Kosten für die Vernichtung der illegalen Böller tragen. new-facts.eu hebt hervor, dass die Gefahren von nicht lizenzierten Feuerwerkskörpern nicht unterschätzt werden dürfen.

Mit dem bevorstehenden Jahreswechsel bleibt es wichtig, legal erworbene und sicherheitsgeprüfte Feuerwerksartikel zu verwenden, um die öffentlichen Sicherheit zu gewährleisten.