Am Silvesterabend 2025 wird in Wien erneut zur vorsichtigen Handhabung von Feuerwerkskörpern aufgerufen. Die Vizebürgermeisterin Kathrin Gaál betont, dass friedliches Feiern nicht auf Pyrotechnik angewiesen sein sollte. Eine besondere Rücksichtnahme wird empfohlen, um Sicherheit zu gewährleisten und um Angst bei Kindern und Haustieren zu vermeiden. Wie Wien.gv.at berichtet, ist der Einsatz von Feuerwerkskörpern der Kategorie F2 in Wohnanlagen categorisch verboten, was mit empfindlichen Geldstrafen von bis zu 3.600 Euro oder sogar einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Wochen geahndet werden kann.

Die Einsatzkräfte in Wien stehen zur Silvesternacht unter Hochbetrieb. In den vergangenen Jahren rückte das mobile Einsatzteam von Wiener Wohnen seit 2020 rund 66-mal zu Brandeinsätzen rund um die Weihnachts- und Silvesterzeit aus. Eine häufige Brandursache sind Feuerwerkskörper, aber auch unsachgemäß abgestellte Weihnachtsreste und trockene Tannenäste. Zudem wird darauf hingewiesen, dass persönliche Gegenstände im Stiegenhaus die Fluchtwege versperren können und damit ein erhöhtes Sicherheitsrisiko darstellen.

Verbote und Sicherheitsmaßnahmen

Neben den hohen Strafen für Verstöße gegen das Pyrotechnikgesetz ist es wichtig, dass Bürger über die Gefahren der unsachgemäßen Handhabung informiert werden. Jährlich müssen in Österreich zwischen 200 und 400 Personen nach Unfällen mit Feuerwerkskörpern im Krankenhaus behandelt werden. Dies geht aus Daten von nachrichten.at hervor. Insbesondere Jugendliche zwischen 15 und 24 Jahren sind stark betroffen, und es kommt immer wieder zu schweren Verletzungen, die von Verbrennungen bis zu (Teil-)Amputationen reichen.

Die Polizei appelliert an alle, sich an die geltenden Gesetze zu halten. Die Verwendung von illegalen Böllern und selbst produzierter Pyrotechnik ist nicht nur gefährlich, sondern verursacht auch erhebliche Sachschäden. Jährlich werden rund drei Tonnen illegaler pyrotechnischer Materialien sichergestellt. Polizei.gv.at empfiehlt daher, Feuerwerkskörper ausschließlich im Inland zu kaufen, um vollständige Beratung und Informationen zur sicheren Handhabung zu erhalten.

Tipps für den sicheren Umgang

Damit Unfälle vermieden werden können, gibt es einige wichtige Verhaltensregeln für den Umgang mit Feuerwerkskörpern. Experten raten, die Gebrauchsanweisungen genau zu beachten. Raketen sollten aus geeigneten Vorrichtungen senkrecht abgeschossen werden. Beschädigte Raketen dürfen nicht verwendet werden. Des Weiteren ist es ratsam, Fenster und Türen zu schließen, um Brände zu verhindern. Auch die richtige Entsorgung abgestShooteter Feuerwerkskörper im Restmüll trägt zur Sicherheit bei.

Der Zündversuch von Feuerwerkskörpern in der Nähe von Menschenansammlungen, Schulen oder Krankenhäusern ist explizit verboten. In diesem Zusammenhang ist es besorgniserregend, dass viele Menschen fälschlicherweise glauben, Feuerwerkskörper der Kategorie F2 seien überall im Ortsgebiet erlaubt. Tatsächlich gilt für diese Kategorie ein ganzjähriges Verbot, außer in spezifischen Ausnahmefällen, die durch die zuständigen Behörden genehmigt werden müssen.

Um Verletzungen und Unfälle zu vermeiden, ist es entscheidend, dass sowohl Eltern als auch Händler Verantwortung übernehmen und sich über die Risiken von Pyrotechnik bewusst sind. Mit der richtigen Vorgehensweise sollte der Silvesterabend zu einem fröhlichen Fest ohne tragische Folgen werden.