Am 1. Jänner 2026 kam es in Höchst, Vorarlberg, zu einem schweren Unfall, als zwei Jugendliche mit einer selbstgebauten pyrotechnischen Vorrichtung experimentierten. Laut 5min.at befanden sich die beiden Burschen, im Alter von 12 und 14 Jahren, auf einem Parkplatz bei einem Lebensmittelgeschäft, als sie den Knallkörper fanden und ihn näher untersuchten.
Der 12-Jährige hielt den selbstgebauten Gegenstand in seiner rechten Hand, während der 14-Jährige versuchte, die Zündschnur mit einem Feuerzeug zu entzünden. Eine sofortige Explosion folgte, die beide Jugendlichen schwer verletzte. Der 12-Jährige erlitt Verbrennungen an der Hand und im Gesicht, während der 14-Jährige ebenfalls Handverletzungen davontrug. Beide wurden umgehend ins Krankenhaus Dornbirn gebracht, um dort medizinisch versorgt zu werden.
Ermittlungen und Gefahren durch Pyrotechnik
Die Polizei hat die Ermittlungen zur Herkunft des explosiven Objekts aufgenommen. Es handelt sich dabei nicht um einen genehmigten Feuerwerkskörper, was auf eine unsachgemäße Handhabung hindeutet. Wie Radio Graz berichtet, ist der Vorfall ein eindringlicher Hinweis auf die Gefahren, die von illegalen und inoffiziellen Feuerwerksartikeln ausgehen.
Die Präventionsinstitution KFV warnt regelmäßig vor den Gefahren von Pyrotechnik, insbesondere für Kinder und Jugendliche. Statistiken zeigen, dass rund zwei Drittel der Verletzten durch Pyrotechnik in Österreich Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sind. Jährlich müssen zudem zwischen 200 und 400 Personen aufgrund von Pyrotechnik-Unfällen ins Krankenhaus, wobei die häufigsten Verletzungen die Hände betreffen.
Richtiges Verhalten im Umgang mit Feuerwerkskörpern
Experten raten dazu, den Umgang mit Pyrotechnik ernst zu nehmen und gesetzliche Vorgaben zu beachten. Nur 19% der Betroffenen melden Unfälle der Polizei, während viele fälschlicherweise glauben, dass bestimmte Feuerwerkskörper überall erlaubt sind. Angesichts der hohen Anzahl an Verletzten, die oft männlich sind, ist es von entscheidender Bedeutung, Sicherheitswarnungen und gesetzliche Bestimmungen ernst zu nehmen.
Ein richtiger Umgang mit Pyrotechnik umfasst unter anderem die Verwendung von geeigneten Abschussvorrichtungen und die richtige Entsorgung von Feuerwerkskörpern. Verletzte sollten umgehend Erste Hilfe erhalten und die Rettung gerufen werden. Informationen zur sicheren Handhabung von Pyrotechnik sind in den Informationsmaterialien der KFV, der WKO und des BMI verfügbar.
Der Vorfall in Höchst erinnert eindringlich an die Risiken des Umgangs mit selbstgebauten pyrotechnischen Vorrichtungen und der Notwendigkeit, diese Gefahren ernst zu nehmen.