Am 28. Dezember 2025 kam es im Erholungszentrum Lassee im Bezirk Gänserndorf zu einer bemerkenswerten Rettungsaktion: Ein Schwan war in einem zugefrorenen See festgefroren. Anwohner alarmierten die Feuerwehr, die umgehend zu einem Einsatz ausrückte.

Der Einsatz erfolgte am Samstagmittag, als die alarmierten Feuerwehrkräfte ein Kanu einsetzten, um das Eis aufzubrechen und den Schwan zu befreien. Glücklicherweise konnte sich der Schwan selbst befreien und verließ den See unverletzt. Nach diesem erfolgreichen Einsatz rückten die Feuerwehrleute wieder ein.

Tierrettung in Österreich und Deutschland

Ähnliche Vorfälle ereigneten sich auch in Deutschland, wie eine Meldung vom 23. November 2025 aus Empfingen zeigt. Dort wurde der Storchenbetreuer Hartmut Polet alarmiert, weil ein Schwan im Tälesee festgefroren war. Polet kontaktierte daraufhin einen Schwanenbetreuer sowie den Naturschutzbeauftragten Ludwig Schrägle, bevor die Feuerwehr Empfingen über die Polizei informiert wurde.

Bei Polets Eintreffen stellte sich jedoch heraus, dass der Schwan sich bereits selbst befreit hatte. Ein Feuerwehrkommandant traf mit einem Rettungsboot ein, um das Eis zu durchbrechen. Letztendlich war eine Tierrettung nicht notwendig, da das Tier bereits aus eigener Kraft entkommen war.

Die Rolle der Feuerwehr bei der Tierrettung

Die Feuerwehr spielt eine zentrale Rolle bei der Tierrettung in Notlagen, sei es ein Pferd im Graben oder eine Katze im Baum. Dies gehört zu ihren wesentlichen Aufgaben, die auch der öffentlichen Sicherheit dienen. Die Regeln für solche Einsätze sind jedoch variabel: Wichtiger Hinweis von Feuerwehrfrau Theresa Balzer ist, dass die Feuerwehr nur gerufen werden sollte, wenn ein Tier unmittelbar in Gefahr ist oder wenn die hilfesuchende Person selbst nicht helfen kann. Oft können Tiere, wie Katzen, in der Lage sein, sich ohne externe Hilfe zu befreien.

Die Einsätze sind in der Regel kostenpflichtig für den Tierhalter, wobei es regionale Unterschiede gibt. Einige Gemeinden übernehmen die Kosten, insbesondere wenn kein Eigentümer des Tieres ermittelt werden kann. In Bayern beispielsweise sind Einsätze kostenfrei, wenn akute Gefahr für ein Tier besteht. Für die Einsätze können je nach Kommune und Umfang unterschiedliche Kosten entstehen, was von etwa 200 Euro für ein Rettungsboot bis hin zu 500 Euro für einen Feuerwehrwagen pro Stunde reicht.

Die Feuerwehr ist somit nicht nur für den Schutz von Menschen, sondern auch für Tierrettungen zuständig und hilft gleichermaßen in diesen Notsituationen. Um diese Herausforderungen zu bewältigen, sind die Feuerwehren auf Nachwuchs und engagierte Mitglieder angewiesen, damit sie ihre wertvolle Arbeit fortsetzen können.