Am 26. Dezember 2025 hat der österreichische Skisprung-Olympiasieger Daniel Huber offiziell seinen Rücktritt vom Leistungssport bekannt gegeben. Der 32-Jährige aus Salzburg zieht sich aus der Welt des Skispringens zurück, um sich verstärkt seiner Familie und neuen Herausforderungen zu widmen. Diese Entscheidung wurde in einer Mitteilung des Österreichischen Skiverbands (ÖSV) erläutert, in der Huber angeführt wird, dass er sich auf einen „veränderten Fokus“ konzentrieren möchte.

Hubers Karriere war geprägt von großartigen Erfolgen sowie zahlreichen Verletzungen. Sein letzter Weltcup-Bewerb fand vor über anderthalb Jahren beim Saisonfinale 2024 in Planica, Slowenien, statt. Dort sicherte sich Huber seinen dritten Weltcup-Sieg im Einzel und die kleine Kristallkugel im Skiflug-Weltcup. Seine beeindruckendsten Erfolge umfassen auch die Goldmedaille im Team bei den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking.

Karrierehighlights und Verletzungsproblematik

Nach seinem Olympiasieg mit dem österreichischen Team, bestehend aus Jan Hörl, Manuel Fettner und Stefan Kraft, war Huber in zahlreiche Wettkämpfe verwickelt. Über die Jahre gewann Huber mehrfach Weltcup-Wettkämpfe, sowohl im Einzel als auch im Team. Sein größter Erfolg neben dem Olympiasieg war die zweimalige WM-Silbermedaille. Dennoch war seine Karriere nicht ohne Rückschläge.

Im März 2023 musste Huber sich einer Hüftoperation unterziehen, was dazu führte, dass er mehrere Monate pausieren musste. Zudem erforderte eine Knorpelfraktur im Knie vor Beginn der Saison 2024/25 eine weitere Operation. Diese Verletzungen verdeutlichen die hohe Gefährdung, die für Skispringer besteht. Laut gots.org sind Verletzungen im Skispringen zwar seltener als im alpinen Skisport, jedoch gibt es eine zunehmende Inzidenz von Knieverletzungen, insbesondere Kreuzbandrupturen, in der jüngeren Vergangenheit.

Bedauern und Unterstützung

Der ÖSV-Cheftrainer Andreas Widhölzl zeigte sich zwar traurig über Hubers Rücktritt, äußerte jedoch die Überzeugung, dass ein Comeback im Weltcup durchaus möglich gewesen wäre, angesichts der aktuellen Konkurrenzlage an der Spitze des Sports. Er bezeichnete den Gewinn der Skiflug-Kugel durch Huber als eine der beeindruckendsten Leistungen während seiner Trainerkarriere.

Zusätzlich nahm Florian Liegl, der sportliche Leiter für Skispringen und Nordische Kombination, Bezug auf Hubers Entscheidung und sprach ihm seine besten Wünsche für die Zukunft aus. Huber wird in den kommenden Wochen keine Wettkämpfe mehr bestreiten, war jedoch an seinen ersten teilnehmenden Auftritten im Continental Cup im September 2025 in Hinterzarten, Deutschland, beteiligt, bevor ihn starke Schmerzen zwangen, seine Laufbahn zu beenden.

Die Sportart Skispringen, die weltweit rund 9.000 aktive Athleten zählt, ermöglicht Weiten von bis zu 250 Metern bei Wettkämpfen. Sie ist mit hohen Geschwindigkeiten und erheblichen Anforderungen an die Athleten verbunden, was das Verletzungsrisiko erhöht. Präventionsmaßnahmen und die richtige Technik sind essenziell, um die Sicherheit der Sportler zu gewährleisten.

Mit Daniel Hubers Rücktritt verliert der Skisprung-Sport einen seiner herausragendsten Athleten, dessen Leistungen und Erfolge über die Jahre in Erinnerung bleiben werden.