Im Vorfeld des neuen Jahres 2026 zeigt sich der Blick der Österreicher auf die bevorstehenden Monate eher getrübt. Gemäß einer aktuellen Umfrage, die am 28. Dezember 2025 veröffentlicht wurde, sind nur 34 Prozent der Befragten optimistisch und blicken voller Hoffnung auf das kommende Jahr. Im Gegensatz dazu betrachten 27 Prozent die Zukunft mit Sorge und 34 Prozent zeigen sich skeptisch gegenüber den kommenden Herausforderungen.
Die Ursachen für diese negative Stimmung sind vielfältig. Die anhaltende Teuerung, die steigenden Preise sowie geopolitische Konflikte, wie der Ukraine-Krieg und Spannungen im Nahen Osten, belasten viele Österreicher. Kleine Zeitung berichtet, dass 39 Prozent der besorgten und skeptischen Befragten die Teuerung als Hauptgrund für ihre pessimistische Sichtweise angeben. Zudem werden auch die negative politische Stimmung von 21 Prozent der Besorgten und 18 Prozent der Skeptiker als belastend empfunden.
Rückblick auf 2025
Der Blick zurück auf das Jahr 2025 zeigt, dass fast die Hälfte der Befragten dieses Jahr als zumindest „ziemlich gut“ erachtete. Im Vergleich zu den Jahren 2019, als 69 Prozent zum Jahresende positiv auf das Jahr zurückblickten, und 2020 mit nur 22 Prozent, scheint sich eine langsame Erholung abzuzeichnen. Die Umfrage zeigt, dass 42 Prozent der Optimisten sich aufgrund ihrer persönlichen Lebenssituation positiv fühlen, während 10 Prozent als zweckoptimistisch angeben, dass es nur besser werden kann.
Die Neujahrsumfrage bringt interessante Einblicke in die Neujahrsvorsätze der Österreicher. Nur jedes dritte Mitglied der Bevölkerung fasst Vorsätze für das neue Jahr, was einen Rückgang im Vergleich zu den vorherigen Jahren deutlich macht. Salzburg24 stellt heraus, dass die häufigsten Vorsätze, die die Befragten fassen, folgendes umfassen:
- 42 Prozent wollen einen gesünderen Lebensstil pflegen (2024: 46 Prozent).
- 35 Prozent möchten mehr auf sich selbst achten (2024: 41 Prozent).
- 34 Prozent beabsichtigen, sich gesünder zu ernähren (2024: 41 Prozent).
- 31 Prozent wollen mehr Zeit für Familie und Freunde einplanen.
- 8 Prozent setzen sich das Ziel, sich politisch zu engagieren, was seit 2017 an letzter Stelle steht.
Blick auf 2024 und den Trend
Die Neujahrsumfrage des Vorjahres, die am 31. Dezember 2024 veröffentlicht wurde, war wesentlich optimistischer. Damals bewerteten 76 Prozent der Österreicher das Jahr 2024 als positiv, mit 19,5 Prozent, die es als „sehr gut“ empfanden. Das widerspiegelt eine kontinuierliche Aufwärtstendenz seit 2020, als nur etwa 50 Prozent der Befragten zufrieden waren. 5Min hebt hervor, dass vor allem Frauen, junge Erwachsene und Menschen aus bestimmten Regionen wie Vorarlberg und Tirol besonders optimistisch sind.
Dennoch zeigt der ausblickende Blick auf 2026, dass es erneut eine Herausforderung sein wird, die Menschen in Österreich zu motivieren, ihre Neujahrsvorsätze umzusetzen. Der Rückgang derer, die Vorsätze fassen, könnte als Indikator für die allgemeine Verunsicherung interpretiert werden. Es bleibt abzuwarten, ob die positiven Tendenzen aus den vergangenen Jahren den Pessimismus des aktuellen Blicks auf das neue Jahr überwinden können.