Österreich hat am 24. Dezember 2025 rekordverdächtige Werte bei der Stromversorgung aus erneuerbaren Quellen erreicht. In den Monaten Juni, Juli und August 2025 agierte das Land als Stromexporteur. Dies ist in erster Linie auf eine signifikante Steigerung der Windkraftproduktion sowie ein rapiden Wachstum der Photovoltaik-Installationen zurückzuführen. Österreichische Unternehmen engagieren sich nicht nur im Inland, sondern bauen auch internationale Solarparks und Windkraftanlagen. Mit innovativen Energie-Gemeinschaften, die tausende Mitglieder umfassen, ist ein bemerkenswerter Trend underway, der durch zahlreiche durchgeführte E-Salons in verschiedenen Gemeinden bekräftigt wird. Diese Initiativen wurden von der OEKONEWS-Redaktion gewürdigt, die ihren Dank an die Teilnehmer der E-Salons aussprach und zu nachhaltigen Praktiken und Energiegemeinschaften auch in der Weihnachtszeit aufruft.

Der Status Quo der Erneuerbaren Energien

Trotz der positiven Entwicklungen bleibt Österreich weiterhin von fossilen Energien abhängig, was einen grundlegenden Wandel erfordert. Die neue Marktprämienverordnung des Wirtschaftsministeriums sorgt derzeit für Unsicherheit bei Investoren. Ziel bleibt es, den Anteil erneuerbarer Energien weiter auszubauen und damit die Unabhängigkeit sowie Wertschöpfung im Land zu fördern. Die Ambition besteht darin, bis 2030 100% der Energie aus erneuerbaren Quellen zu beziehen.

Wie Die Presse berichtet, lag der Anteil der erneuerbaren Energien am österreichischen Stromverbrauch im Jahr 2024 bereits bei einem bemerkenswerten Wert von 94%. Die Bruttostromerzeugung stieg auf 70.861 Gigawattstunden, wobei Windkraft und Photovoltaik die größten Zuwächse verzeichneten.

Investitionen in die Zukunft

Der Netto-Ausbau der installierten Kapazitäten seit 2020 beträgt 7.906 MW. 2024 wurde die installierte Leistung für Photovoltaik um 2.130 MW und für Windkraft um 196 MW erhöht. Dies zeigte sich auch in der wachsenden Anzahl von Erneuerbare-Energiegemeinschaften, die von 364 Mitte 2023 auf 3.868 Mitte 2025 angestiegen ist. Diese Gemeinschaften sind ein wichtiger Bestandteil der österreichischen Energiewende.

Doch trotz dieser Erfolge gibt es auch Herausforderungen. Laut der Energie-Regulierungsbehörde E-Control müssen die gesetzlichen Grundlagen für Energiegemeinschaften angepasst werden, da oft Abrechnungsdaten fehlen. Zudem besteht ein Rückstand beim Ziel für erneuerbare Gase, deren Anteil am Gasnetz nur 0,16% beträgt.

Technologische Fortschritte

Ein Blick auf die zukünftigen Anforderungen zeigt, dass intelligente Technologien zur Steigerung der Energieeffizienz wichtig werden. Wärmepumpen und Biomasseheizungen gewinnen an Bedeutung, insbesondere im Zuge der Sanierung von Gebäuden. Die Verkaufszahlen für Wärmepumpen und Biomasseheizungen zeigen den anhaltenden Trend: 2024 wurden über 55.000 Wärmepumpen verkauft, und die installierte Leistung der Photovoltaik hat um 36% zugenommen.

Um den Herausforderungen im Energieversorgungssektor zu begegnen, sind auch eine verbesserte Speicherinfrastruktur und ein rascher Netzausbau unerlässlich. Die Fortschritte in der Speichertechnologie, gepaart mit flexiblem Lastmanagement, bilden die Grundlage für den künftigen Erfolg der Energiewende in Österreich.

Trotz der aktuellen Herausforderungen und der Abhängigkeit von fossilen Energien ist der Appell an die Gesellschaft klar: Mit Unterstützung aus Wind, Sonne, Wasser und Biomasse kann Österreich die Energiewende voranbringen. In dieser festlichen Zeit sollte das Bewusstsein über nachhaltige Praktiken und die Bedeutung von Energiegemeinschaften gestärkt werden.

Die OEKONEWS-Redaktion wünscht frohe Weihnachten und ein erneuerbares Jahr 2026, in der Hoffnung, dass Österreich seinem Ziel der vollständigen Erneuerbarkeit näherkommt.