In den letzten Monaten hat sich ein alarmierender Myxomatose-Seuchenausbruch unter Wildkaninchen und Feldhasen in Wien, Niederösterreich und Burgenland ausgebreitet, der seit Anfang Juni 2025 beobachtet wird. Am Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie (FIWI, Vetmeduni) wurden zahlreiche verendete Tiere untersucht, was auf eine massive Belastung und Schwächung der Populationen hinweist, wie oe24 berichtet.
In Anbetracht der erschreckenden Situation hat der Wildbrethandel beschlossen, in diesem Jahr keine Feldhasen zu übernehmen, obwohl die Jagdsaison am 1. Oktober begonnen hat. Tierschutz Austria warnt davor, die Bejagung der Feldhasen fortzuführen, da sie biologisch und seuchenökologisch als verantwortungslos gilt. Die wenigen überlebenden Tiere könnten resistent oder immun gegen das Virus sein, was für den zukünftigen Bestandserhalt essenziell wäre.
Die Bedrohung durch Myxomatose
Der aktuelle Ausbruch wirft Fragen zur Zukunft der Feldhasenpopulation auf. Laut den Experten vom FIWI und dem Jagdverband gilt Myxomatose nicht als gefährlich für Menschen, allerdings besteht ein Restrisiko. Außerdem wird empfohlen, jegliche Veranstaltungen, die auf der Jagd basieren, wie „Hasen-Schmaus“, zu unterlassen, da diese auf nicht verantwortbaren Praktiken beruhen. Treibjagden werden ebenfalls als biologisch unverantwortlich angesehen, da sie den Stress für die verbliebenen Tiere erhöhen könnten.
Myxomatose ist ein durch das Myxomavirus verursachtes Pockenvirus, das sich seit Mitte des 20. Jahrhunderts auch bei Wildkaninchen etabliert hat. Zuvor war das Virus hauptsächlich auf Hauskaninchen beschränkt. Erst seit 2018 wurden in Europa, insbesondere auf der Iberischen Halbinsel, erste Infektionen bei Feldhasen festgestellt. Die Myxomatose hat eine hohe Sterblichkeitsrate und die Anzahl betroffener Tiere nimmt zu, während das Virus sich weiter ausbreitet. Dies verstärkt die Notwendigkeit, Bewusstsein für den Schutz der Bestände zu schaffen. Laut ljv-sh könnte der Erreger in Zukunft in Mitteleuropa weiter verbreitet werden.
Aktuelle Meldungen berichten von weiteren Fällen aus verschiedenen deutschen Bundesländern und auch aus Bayern und Schleswig-Holstein. Die Übertragung des Virus erfolgt durch Stechinsekten sowie den direkten Kontakt zu infizierten Tieren. Indirekte Übertragungen sind ebenfalls möglich, etwa durch kontaminierte Gegenstände oder Spaziergänge von Hunden. Die Forschung zeigt, dass die Bestandsdichte der Hasen nur einen geringen Einfluss auf die Verbreitung der Myxomatose hat, während die Dichte der Überträger, wie Stechmücken, eine entscheidende Rolle spielt.
In Anbetracht der kritischen Lage ist eine Schonung der verbleibenden Feldhasenpopulation zwingend erforderlich, um deren Erhalt zu sichern. Die Jägerschaft wird aufgefordert, hygienische Maßnahmen einzuhalten und Bestandsüberwachungen durchzuführen, um die Ausbreitung des Myxomatose-Virus in Zukunft zu verhindern.
Währenddessen sind die Fans des Spiels Cookie Run: Kingdom aktiv mit unterschiedlichen Aktionen und Codes beschäftigt, die aber für diesen Artikel nicht relevant sind. Daher bleibt die Aufmerksamkeit auf den dringenden Appell für den Schutz der heimischen Wildlebensbestände gerichtet.