Am 31. Dezember 2025 stehen in Österreich weitreichende Veränderungen in der Wirtschaft und im sozialen Bereich an. Die kommende wirtschaftliche Lage wird vor allem von einer strengen Budgetkonsolidierung geprägt sein, die Auswirkungen auf Gehaltsabschlüsse und Sozialleistungen mit sich bringt. oe24 berichtet, dass gedämpfte Gehaltserhöhungen sowie Härten im Sozialbereich zu erwarten sind. Zudem werden Gebühren steigen und Förderungen reduziert. Insbesondere die Kosten für Öffitickets werden ansteigen, während Pendler verstärkt unterstützt werden.
Große Veränderungen stehen auch im sozialen Bereich bevor. So wird die Einführung der Teilpension erfolgen, und ein Kopftuchverbot für Mädchen bis 14 Jahren in Schulen tritt im Herbst 2026 in Kraft. Zudem wird der Eltern-Kind-Pass ab Oktober 2026 digitalisiert, während die letzte händische Autobahnvignette 2026 ausgegeben wird. Der Schritt in die Digitalisierung vereinfacht viele Abläufe für Eltern und Angehörige.
Budget- und Steuerpolitik
Um die Budgetkonsolidierung zu unterstützen, plant die Regierung verschiedene steuerliche Anpassungen. oesterreich.gv.at informiert über Maßnahmen, die seit dem 1. Juli 2025 in Kraft treten. Diese beinhalten unter anderem die Aussetzung des letzten Drittels der Inflationsanpassung und Änderungen bei der Grunderwerbsteuer. Durch diese Maßnahmen soll ein Beitrag zur Konsolidierung des Budgethaushalts sowie zur Förderung der Steuergerechtigkeit geleistet werden. Auch die Entlastung der Unternehmen steht im Fokus, um deren Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.
Das aktuelle Budget für 2025 weist deutliche Defizite auf. Laut bmf.gv.at belaufen sich die Auszahlungen auf 123,2 Milliarden Euro, während die Aufwendungen 126,7 Milliarden Euro erreichen. Der Nettofinanzierungssaldo beträgt -18,1 Milliarden Euro, was auf die Herausforderungen für die öffentliche Hand hinweist. Für 2026 sind die Auszahlungen auf 125,9 Milliarden Euro, die Aufwendungen auf 127,0 Milliarden Euro und der Nettofinanzierungssaldo auf -18,3 Milliarden Euro prognostiziert.
Soziale Auswirkungen und Reformen
Im Sozialbereich ergeben sich bedeutende Veränderungen mit einem Fokus auf die Teilpension, die die Altersteilzeit weitgehend ersetzen soll. Gleichzeitig wird das Frauenpensionsalter angehoben, und das Antrittsalter für die Korridorpension steigt von 62 auf 63 Jahre. Diese Maßnahmen dürften besonders Frauen betreffen, die in der Regel länger im Erwerbsleben stehen müssen. Zudem wird das Pflegegeld um 2,7 Prozent erhöht, und die Schwerarbeiterregelung für Pflegepersonal wird ausgeweitet, um den Herausforderungen in der Pflegebranche gerecht zu werden.
Ein weiteres zentrales Thema ist die Einschränkung der Zuverdienstmöglichkeiten für Arbeitslose, was bereits Kritik aus der Kulturszene ausgelöst hat. Auch in mehreren Bundesländern sind Verschärfungen bei der Sozialhilfe vorgesehen, was für viele Betroffene erhebliche Auswirkungen haben könnte. Zusätzlich wird die Digitalisierung und der Ausbau von staatlichen Unterstützungsangeboten, wie den Werte- und Integrationskursen für Flüchtlinge, vorangetrieben.
Insgesamt steht Österreich vor einem tiefgreifenden Wandel, der sowohl wirtschaftliche als auch soziale Aspekte umfasst. Die kommenden Jahre werden entscheidend sein für die Rahmenbedingungen von Leben und Arbeiten im Land.