Am 31. Dezember 2025 steht ein bedeutender Prozess in Villach bevor. Gegen einen 23-jährigen Syrer wurde ein Verfahren wegen terroristischer Straftaten und Mordes angesetzt. Dies wurde von der Staatsanwaltschaft Klagenfurt bekannt gegeben, die das Verfahren in den Frühjahr 2026 verlegt hat, um den schweren Vorwürfen gerecht zu werden. Laut Gailtal Journal sollen im Verfahren Geschworene unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen die Beweise würdigen.

Der Angeklagte wird beschuldigt, am 15. Februar 2025 in der Villacher Innenstadt zu einem Anschlag mit einem Klappmesser (Klingenlänge: 10 cm) gegriffen zu haben. Dabei wurde ein 14-jähriger Junge getötet und fünf weitere Menschen teils schwer verletzt. Die Taten hatten das Potenzial, eine schwere Störung des öffentlichen Lebens hervorzurufen, was die Schwere der Anklage unterstreicht, wie auch Kurier berichtet.

Vorsatz und Strafmaß

Mit seinem Vorgehen wollte der 23-Jährige nach Überzeugung der Ermittler die Zivilbevölkerung einschüchtern, die nicht den Idealen der terroristischen Organisation „Islamischer Staat“ folgt. Die möglichen Strafen für die begangenen Taten sind erheblich, von 20 Jahren bis hin zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe.

Aufgrund des Gewaltpotenzials des Angeklagten und der Natur der Taten befindet sich der Beschuldigte seit dem Vorfall in Untersuchungshaft unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen. Ein Essenszusteller, ebenfalls syrischer Herkunft, hatte ihn während des Angriffs mit einem Fahrzeug angefahren und letztlich festgenommen.

Globale Dimension des Terrorismus

Der Vorfall in Villach ist Teil eines globalen Phänomens. Laut Statista gab es im Jahr 2021 weltweit rund 7.142 Terroropfer, was einen Rückgang von etwa 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Der Bericht hebt zudem hervor, dass Afghanistan als das am stärksten betroffene Land in Bezug auf Terrorismus gilt, und dass über 97 Prozent der Anschläge in Konfliktregionen stattfanden. Diese Informationen verdeutlichen, wie tiefgreifend und weitreichend die Auswirkungen des Terrorismus sind.

Der Prozess gegen den 23-jährigen Syrer in Villach wird mit Spannung erwartet und könnte nicht nur juristische, sondern auch gesellschaftliche Auswirkungen auf die Region und darüber hinaus haben.