Mit dem Blick auf die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles hat die österreichische Seglerin Rosa Donner große Pläne. Laut Klick Kärnten plant sie, im Herbst 2024 ihre Olympia-Kampagne im 470er entsprechend dem Österreichischen Segel-Verband zu starten. Doch im Frühling 2025 kam es zu einer überraschenden Wendung: Rosa kündigte das Projekt und entschied sich für einen Neuanfang in der 49er-FX-Klasse.
Der Wechsel zu einer neuen Bootsklasse bedeutet für die Sportlerin eine erhebliche Umstellung. Neben den neuen technischen Anforderungen bringt dieser Schritt auch eine hohe körperliche Belastung mit sich. Zum Glück hat sie schnell eine neue Teampartnerin gefunden: Marion Lafrance-Berger. Das Duo harmoniert gut und feierte bereits erste internationale Erfolge wenige Monate nach dem Umstieg.
Erste Erfolge in der 49er-FX-Klasse
Ein Höhepunkt ihrer noch jungen Zusammenarbeit ist der Gewinn der Goldmedaille bei der Internationalen Ungarischen 49er-FX-Meisterschaft der Damen im Jahr 2025. Beide Seglerinnen haben sich intensiv auf diese Herausforderungen vorbereitet und sie zeigen beeindruckende Ergebnisse. Rosa hat etwa 6 kg Muskelmasse aufgebaut, während Marion etwa 4 kg zulegte. Damit streben sie ein optimales Wettkampfgewicht für zukünftige Wettbewerbe an.
Ein weiterer Erfolg für Rosa Donner war der Gewinn der Bronze-Medaille bei der Österreichischen Hochsee-Meisterschaft, wo sie zusammen mit ihrer Schwester Greta im einzigen reinen Damenboot im Starterfeld segelte. Die kommenden Wettkämpfe sind bereits fest eingeplant: Im Jahr 2026 wird sie am neu eingeführten Sailing Grand Slam teilnehmen, der eine Topserie des olympischen Segelsports darstellt. Geplant sind Stationen in Spanien, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden und den USA. Auch die Teilnahme an der Europameisterschaft in Deutschland sowie der Weltmeisterschaft in Frankreich steht auf dem Programm.
Das olympische Segeln im Wandel
Das Segeln hat eine lange Tradition bei den Olympischen Spielen. Erstmals wurde es 1900 in Paris olympisch ausgetragen. Seither sind die Wettbewerbe in verschiedenen Bootsklassen unterteilt, aktuell gibt es 8 Wettbewerbe beim Segeln mit einer Mischung aus männlichen, weiblichen und gemischten Klassen. Frauen nehmen seit den 1980er Jahren aktiv an eigenen Wettbewerben teil, wie durch Wikipedia erläutert wird. Besonders interessant ist, dass Los Angeles 2028 auch als Ort des Olympischen Debüts des Windsurfens gilt, welches 1984 dort olympisch wurde.
Die Long Beach Olympic Sailing Grand Slam 2025, die an diesem Wochenende beginnt, bietet den ersten Wettbewerb für Olympiaklasse-Segler auf den Gewässern der Olympischen Spiele 2028. Wie Sailweb berichtet, werden Teams aus verschiedenen Ländern an der Regatta teilnehmen, die der vierte von fünf Grand Slams für dieses Jahr ist.
Für Rosa Donner und ihr Team ist 2026 das Jahr des Angriffs mit klaren Zielen und hoher Intensität. Mit ihren jüngsten Erfolgen und der neuen Teamstruktur ist die Seglerin gut positioniert, um ihre Ziele bei den bevorstehenden internationalen Wettbewerben und letztlich bei den Olympischen Spielen zu erreichen.