Die Zukunft der Photovoltaik (PV) in Kärnten sieht vielversprechend aus. Die Landesregierung hat angekündigt, dass ab 2026 die Errichtung eines Stromspeichers eine Fördervoraussetzung für private PV-Anlagen sein wird. Dies ist Teil der umfassenden Strategie, den Fokus auf Eigenversorgung zu legen und die regionalen Stromnetze zu entlasten, wie Dolomitenstadt berichtet.
In den letzten Jahren hat die Zahl der installierten Photovoltaik-Anlagen in Kärnten stark zugenommen. Von 2022 bis 2025 hat sich deren Anzahl verdoppelt. Im Jahr 2025 wurden über 40 Millionen Euro für PV-Förderungen ausgezahlt, und ein ähnlicher Betrag wird auch im kommenden Jahr bereitgestellt. Die zuständige Abteilung bearbeitet jährlich rund 13.000 Förderanträge, was den großen Zuspruch und das wachsende Interesse an solarer Energie unterstreicht.
Fördervoraussetzungen und Maßnahmen
Künftig müssen neu installierte PV-Anlagen mit einer Leistung von mindestens 5 kWp und einem Stromspeicher von mindestens 5 kWh ausgestattet sein, um förderfähig zu sein. Diese Speicherkapazität ist für etwa 90 % der Haushalte in Kärnten ausreichend. Ein pauschaler Förderbetrag von 3.000 Euro pro Anlage wird ab 2026 zur Verfügung stehen, während die Anrechnung von Bundesförderungen entfallen wird, was die Abwicklung der Förderanträge vereinfacht. Auch die Nachrüstung bestehender Anlagen mit einem 5 kWh Speicher kann mit 1.000 Euro gefördert werden.
Der erste Call für Förderungen im Jahr 2026 startet am 15. April 2026 und es können nur Anlagen gefördert werden, die tatsächlich in diesem Jahr errichtet wurden. Anträge können ausschließlich online über www.ktn.gv.at eingereicht werden. Anwendungen für Anlagen, die 2025 installiert wurden, sind bis zum 31. Dezember 2025 möglich.
Bundesweite Rahmenbedingungen und Entwicklungen
Die Rahmenbedingungen für Photovoltaik-Förderungen in Österreich werden in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich gehandhabt. Auch im Bundesgesetz wurde die Anwendung des Nullsteuersatzes auf Photovoltaikmodule bis zum 31. März 2025 festgelegt. Die letzte Förderung für PV-Anlagen im Rahmen der EAG-Investitionsförderung wurde am 22. Oktober 2025 vergeben, und es stehen bereits neue Fördercalls für 2026 an. Diese beziehen sich auf verschiedene Kategorien von PV-Anlagen und Stromspeichern, wie in den Informationen von oesterreich.gv.at aufgeführt.
Die Kategorie A umfasst Anlagen bis 10 kWp, während die Kategorien B, C und D größere Systeme abdecken. Die vorgesehenen Förderzeiträume variieren und sind auf die verschiedenen Kategorien abgestimmt, wobei auch hier beträchtliche Summen verfügbar sind, um den Ausbau der nachhaltigen Energieversorgung in Österreich weiter voranzutreiben.
Der Trend zur Nutzung von Photovoltaik ist ungebrochen, und die klare Zielrichtung der Kärntner Förderpolitik auf Eigenversorgung und regionale Entlastung könnte einen entscheidenden Beitrag zur Energiewende leisten.