Am 15. November 2025 fand in St. Pölten der Festakt zum Landesfeiertag statt, bei dem Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner das Thema „Kinder und Familien“ in den Mittelpunkt stellte. Sie betonte die Notwendigkeit, Familien Sicherheit zu geben, indem wir gewährleisten, dass es unseren Kindern in Zukunft gut gehen wird. Diese Botschaft richtete sich nicht nur an die Anwesenden, sondern als Appell an Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft, gemeinsam an einer kinderfreundlichen Gesellschaft zu arbeiten. Mikl-Leitner forderte echte Wahlfreiheit für Familien in Bezug auf Beruf und Kinderbetreuung, was ein zentrales Anliegen ihrer Ansprache war.

Die Veranstaltung war Teil einer größeren Initiative, die auch Investitionen in Schulen und Fachhochschulen unter dem Programm „Mission Nobelpreis“ umfasst. Das gesellschaftliche Mindset soll sich dahingehend entwickeln, dass Kinder als Bereicherung wahrgenommen werden. Mikl-Leitner sprach sich für ein positives Narrativ über Familien aus und stellte fest, dass neun von zehn Schülern in Niederösterreich ihre Lebensqualität als gut oder sehr gut empfinden.

Jubiläen und Verbundenheit

2025 ist ein bedeutendes Jahr, das drei historische Jubiläen markiert: 80 Jahre seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges, 70 Jahre nach dem Staatsvertrag und 30 Jahre EU-Mitgliedschaft. Mikl-Leitner betonte die Verantwortung für Frieden, Freiheit und Wohlstand, die wir zukünftigen Generationen schulden. Der Kinder-Landesfeiertag im KinderKunstLabor war ein beeindruckendes Zeichen für die Begeisterung der jungen Generation.

Die traditionelle Landesfeiertagsgala verstärkte die Verbundenheit sowohl zwischen den Generationen als auch zwischen den Niederösterreichern weltweit. Livestream-Übertragungen aus Botschaften in Washington, Paris, Berlin und Basel ermöglichten es, auch im Ausland an diesem kulturellen Ereignis teilzuhaben. Interviews mit Schriftstellerin Vea Kaiser und Familienforscher Wolfgang Mazal beleuchteten aktuelle Themen rund um das Familienbild und die Rolle der Mutter.

Familienfreundlichkeit in Deutschland und anderswo

Laut einer Studie, die vom Bundesfamilienministerium gefördert und vom SINUS-Institut durchgeführt wurde, beschäftigen die Menschen in Deutschland Themen rund um die Familienfreundlichkeit massiv. Die Studie mit dem Titel „Was heißt hier familienfreundlich? Vorstellungen und Erwartungen von (potenziellen) Eltern“ zeigt, dass 75 % der Befragten sich als Familie in der Gesellschaft willkommen fühlen. Gleichzeitig empfinden 66 % das soziale Netz als unzureichend und nur 30 % glauben, dass sie sich ausreichend große Wohnungen leisten können.

Diese Erkenntnisse sind besonders relevant, wenn man die Suche nach kinderfreundlichen Ländern betrachtet. Viele deutsche Familien träumen davon, im Ausland zu leben, sind sich jedoch der Herausforderungen bewusst, die die Wahl des richtigen Landes mit sich bringt. Kinderfreundliche Nationen wie Dänemark und Schweden bieten starke soziale Sicherungssysteme und innovative Bildungsansätze, die sich positiv auf das Aufwachsen von Kindern auswirken. Dänemark gewährt beispielsweise 480 Tage Elternurlaub und bietet kostenlose Bildung bis zur Universität, während Schweden gesetzlich vorgeschriebenen Vaterschaftsurlaub eingeführt hat.

Der Weg zur Auswanderung

Die Wahl eines kinderfreundlichen Landes erfordert eine gründliche Vorbereitung. Zu den praktischen Überlegungen zählen Anpassungsschwierigkeiten und bürokratische Hürden. Eine Schritt-für-Schritt-Planung kann helfen, die Herausforderungen der Auswanderung zu bewältigen. Wichtige Faktoren für Kinderfreundlichkeit sind starke soziale Sicherungssysteme, innovative Bildungsansätze sowie Sicherheitsaspekte und familienfreundliche Arbeitsbedingungen.

Familienorientierte Nationen wie die Niederlande und Kanada sind attraktive Optionen, aber auch Inselparadiese wie Island und Neuseeland haben viel zu bieten, darunter niedrige Kriminalitätsraten und eine starke Gemeinschaft. Bei der Entscheidung, im Ausland zu leben, ist es wichtig, diese Faktoren zu berücksichtigen, um das bestmögliche Umfeld für Kinder zu schaffen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Bemühungen um eine kinderfreundliche Gesellschaft sowohl in Österreich als auch in Deutschland und anderen Ländern verstärkt werden müssen. Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die durch politische Initiative und individuelle Anstrengungen unterstützt wird.