Im Skigebiet in Kitzbühel hat sich am Mittwoch ein dramatischer Vorfall ereignet, als zwei Skifahrer von einer Lawine teils verschüttet wurden. Laut Berichten des exxpress geschah dies in der Nähe der Streifabfahrt um 13:00 Uhr. Ein dritter Skifahrer, der den Vorfall beobachtete, verständigte umgehend die Einsatzkräfte.
Die schnellen Rettungskräfte konnten die beiden Verschütteten knapp eine Stunde später aus ihrer misslichen Lage befreien. Diese stammen alle aus der Region und hatten mutmaßlich die Lawine selbst ausgelöst, indem sie ein Schneedepot in einem gesperrten Bereich befuhren. Der Schnee löste sich und riss die beiden Skifahrer bis zu einem nahegelegenen Waldstück unterhalb der Hausbergkante mit.
Rettungseinsatz
Ein entscheidender Aspekt des Einsatzes war, dass laut dem dritten Burschen, der die Einsatzkräfte alarmiert hatte, die beiden Verschütteten stets frei atmen konnten. Dennoch erlitt einer von ihnen leichte Verletzungen, während der andere schwerer verletzt wurde und per Helikopter ins Krankenhaus gebracht werden musste. Insgesamt waren zwei Hubschrauber, die Bergrettung und die Feuerwehr Kitzbühel im Einsatz, um die Skifahrer zu retten. Der Vorfall ereignete sich in einem total gesperrten Bereich der Streif, bekannt als Hausberg-Querung.
Der Vorfall in Kitzbühel wirft ein Licht auf die Risiken im alpinen Gebiet, die im Kontext des Klimawandels zunehmend gefährlicher werden. Laut einem Bericht des Deutschlandfunks kommt es immer häufiger zu Steinschlägen und instabilen Bedingungen in den Alpen, was in den letzten Jahren zu einer höheren Anzahl an Einsätzen für die Bergrettung geführt hat.
Statistische Einblicke
In Österreich leisteten Bergretter von Mai bis September 3.674 Einsätze, was etwa 200 mehr als im Zehn-Jahres-Schnitt entspricht, jedoch 500 weniger als im Sommer 2024. Tragischerweise sterben jährlich mehrere hundert Menschen bei Bergsportaktivitäten in den Alpen. Dabei sind häufig Männer über 50 betroffen, die sich körperlich anstrengenden Touren widmen.
Die Bergretter sind meist ehrenamtlich organisiert und werden über Pager alarmiert. Arbeitgeber sind verpflichtet, Angestellte für Einsätze freizustellen und erhalten finanzielle Entschädigungen. Die Finanzierung der Bergrettung variiert je nach Region und Land und basiert auf Spenden, Mitgliedsbeiträgen sowie staatlicher Förderung.
Die jüngsten Vorfälle und die ansteigenden Einsatzzahlen verdeutlichen nicht nur die Gefahren, denen Bergsportler ausgesetzt sind, sondern auch die Notwendigkeit, sich angemessen vorzubereiten und die Bedingungen genau zu kennen. Dennoch unterschätzen viele Personen regelmäßig die Risiken, oft weil sie in ungeeigneter Kleidung unterwegs sind und nicht ausreichend über ihre Touren planen.
Die Berichte über Unfälle und Rettungen in den Bergen bleiben eine wichtige Erinnerung daran, wie schnell sich die Bedingungen ändern können und welche Gefahren der Bergsport mit sich bringt. Dies gilt besonders in einer Zeit, in der der Klimawandel die alpine Landschaft und die damit verbundenen Risiken verändert.