Am 2. Dezember 2025 wurde in Kitzbühel ein 25-jähriger Deutscher aus Bochum festgenommen. Ihm und seiner 23-jährigen Lebensgefährtin wird vorgeworfen, in verschiedenen Hotels in Tirol und Salzburg betrogen zu haben. Die beiden Täter haben sich in mehreren Hotels einquartiert, ohne die Rechnungen zu begleichen, was zu einem Gesamtschaden im mittleren fünfstelligen Eurobereich führte. Die Polizei ermittelt nun, da die genaue Anzahl der betroffenen Hotels noch unklar ist.

Beide Tatverdächtigen täuschten Zahlungsfähigkeit vor und hinterließen offene Rechnungen, die sie nicht begleichen konnten oder wollten. Die Festnahme des Mannes wurde von den Strafverfolgungsbehörden in der Region veranlasst, seine Partnerin steht ebenfalls unter Verdacht und wird angezeigt. Der 25-Jährige befindet sich seit dem 3. Dezember 2025 in der Justizanstalt Innsbruck, während die Ermittlungen bzgl. möglicher weiterer Delikte mit dem Paar andauern.

Betrugsmodi in der Hotellerie

Die Strukturen hinter dieser Betrugsserie werfen auch Fragen zur Sicherheit im Hotelgewerbe auf. Laut der aktuellen Sicherheitsstudie 2025, veröffentlicht vom Handelsverband und anderen Instituten, haben 86% der österreichischen Händler Erfahrungen mit Kriminalität gemacht. Dies deutet auf ein erhöhtes Risiko für Hotelbetriebe hin, insbesondere in Zeiten steigender Buchungszahlen.

Der jährliche Schaden durch Ladendiebstahl allein in Österreich beläuft sich auf über 500 Millionen Euro. Neben physischen Diebstählen haben auch andere Formen von Kriminalität, wie Cybercrime, in den letzten Jahren zugenommen. Besonders im Handel haben 64% der heimischen Webshops bereits unter Cybercrime und Bestellbetrug gelitten, was die Notwendigkeit verstärkter Sicherheitsmaßnahmen unterstreicht.

Vorbeugende Maßnahmen und Herausforderungen

Trotz der Herausforderungen setzen 57% der Onlinehändler auf sichere Zahlungsmethoden. In einer Zeit, in der Cyberangriffe und andere betrügerische Aktivitäten zunehmen, sind Maßnahmen wie Personal-Schulungen und Videoüberwachung von großer Bedeutung. 53% der Händler haben bereits ihre Betriebsräume gesichert, um der steigenden Kriminalität entgegenzuwirken.

Die aktuellen Vorfälle in Tirol und Salzburg sind ein weiteres Beispiel für die wachsenden Schwierigkeiten, mit denen Hotels und andere Dienstleister konfrontiert sind. Es bleibt abzuwarten, wie die Ermittlungen gegen das Paar weiter verlaufen und welche Maßnahmen ergriffen werden, um zukünftigen Beträgen dieser Art vorzubeugen. Der Handelsverband betont die Wichtigkeit von festen Ansprechpartnern bei der Polizei, um die Sicherheitslage im Gewerbe zu verbessern.