Am 28. Dezember 2025 hat sich in Österreich viel Diskussion rund um die Neuerungen und Änderungen des Jahres entfaltet. Vor allem die Einführung des Einwegpfands, die im gesamten Land spürbare Auswirkungen hatte, sorgte anfangs für Ärger, doch mittlerweile nimmt die Akzeptanz zu. Laut 5min.at gilt die Regelung, die seit dem 1. Januar 2025 in Kraft ist, für Plastikflaschen und Aluminiumdosen. Verbrauchern wird ein Aufpreis von 25 Cent berechnet, der bei Rückgabe der Verpackungen erstattet wird.
Die erste Zeit nach der Einführung stellte sich als herausfordernd dar. Viele Bürger waren skeptisch und äußerten ihren Unmut über das neue System. Dennoch zeigt eine Umfrage, dass rund 75% der Konsumenten das Einwegpfandsystem mittlerweile befürworten, wie auch Recycling Pfand Österreich berichtet. Derzeit werden täglich zwischen 7 und 9 Millionen Einweg-Pfandgebinde retourniert, und Österreich hat bereits die zweithöchste Automatendichte in Europa mit einer Rücklaufquote von 80% im ersten Jahr.
Rücknahmestellen und Handhabung
Die gesetzlichen Regelungen bezüglich der Einwegpfandverpackungen sind klar definiert. Verkaufsstellen mit Pfandlogo sind verpflichtet, diese Verpackungen zurückzunehmen. Besonders an stark frequentierten Orten können gemeinsame Rücknahmestellen eingerichtet werden, um die Rückgabe zu erleichtern. Die Rücknahme kann sowohl manuell als auch über Rücknahmeautomaten erfolgen. Diese Maßnahmen sollen die Kreislaufwirtschaft fördern und das Wegwerfen in die Natur reduzieren, so oesterreich.gv.at.
Weitere Neuerungen und Anpassungen
Neben dem Einwegpfandsystem gab es auch andere bedeutende Änderungen, die für Diskussionen sorgten. Der Regierungsbildungsprozess nach der Nationalratswahl 2024 dauerte über 150 Tage, bis die neue Regierung im März 2025 angelobt wurde. Finanzielle Maßnahmen wurden notwendig, um das steigende Staatsdefizit zu bewältigen, was zu einer Erhöhung der Krankenversicherungs-Beiträge für Pensionisten von 5,1% auf 6% seit Juni 2025 führte.
Darüber hinaus erlebte das BILLA-Rabattmarkerl-System eine Umstellung, bei der ab dem 3. Juli 2025 die Einlösbarkeit nur für jö-Mitglieder galt, diese Regelung jedoch Ende September rückgängig gemacht wurde. Auch die Einführung von doppelten Kassen-Terminals bei HOFER führte zu gemischten Reaktionen, wobei einige Kunden berichteten, sich gestresst zu fühlen. Lidl plant zudem eine vollständige Einführung von Selbstbedienungskassen bis 2028, wobei auch hier die Meinungen unter den Verbrauchern auseinandergehen.
Insgesamt zeigen die Entwicklungen des Jahres, dass viele Neuerungen anfangs Schwierigkeiten mit sich bringen, letztlich jedoch auch dazu führen können, dass sich die Gesellschaft anpasst und die Systeme angenommen werden. Besonders die positive Resonanz auf das Einwegpfandsystem jedoch gibt Hoffnung für weitere umweltfreundliche Initiativen in der Zukunft.