Am 31. Dezember 2025 ereignete sich in der Nähe von Machu Picchu ein schwerer Zugunfall, bei dem der Lokführer getötet und über 40 Personen teilweise schwer verletzt wurden. Der Frontalzusammenstoß zwischen zwei Zügen, die auf der einzigen Bahnlinie in die berühmte Inka-Ruinenstadt fahren, schockierte die Region und die Touristen. Videos aus sozialen Medien zeigen Verletzte, die am Gleis behandelt werden, sowie stark beschädigte Lokomotiven. Der Vorfall wurde sowohl von der Polizei als auch von den Bahnbetreibern, PeruRail und Inca Rail, bestätigt.

Die Kollision fand gegen Mittag auf der eingleisigen Strecke zwischen Ollantaytambo und Machu Picchu statt. Details zur Nationalität der Verletzten sowie zur genauen Unfallursache sind momentan unklar. Ein Dutzend Krankenwagen und medizinisches Personal wurden in die abgelegene Andenregion geschickt, um bei der Versorgung der Verletzten zu helfen.

Die Bedeutung von Machu Picchu

Machu Picchu, seit 1983 UNESCO-Weltkulturerbe, zieht täglich etwa 4.500 Besucher an, viele davon aus dem Ausland. Die Stätte, die im 15. Jahrhundert von den Inkas erbaut wurde, dient als bedeutendes kulturelles Erbe und zieht Touristen aus aller Welt an. Historisch gesehen wurde sie als Heiligtum für die Kaiser des Landes genutzt.

Allerdings steht Machu Picchu vor neuen Herausforderungen, da die Besucherzahlen in den letzten Jahren in großer Zahl angestiegen sind. Berichten zufolge plant das peruanische Kulturministerium, die Zahl der täglichen Besucher auf bis zu 27.000 zu erhöhen. Dies wirft erhebliche Bedenken hinsichtlich der Erhaltung des Weltkulturerbes auf, da Experten warnen, dass eine derart hohe Besucherzahl die Stätte gefährden könnte. Bereits jetzt gibt es Probleme mit einem unkontrollierten Touristenstrom und illegalen Ticketverkäufen, die die Erhaltung des Standorts beeinträchtigen.

Die prekäre Situation der Touristenzahlen

Eine frühere Untersuchung der Contraloría General hat gezeigt, dass die derzeitige Anzahl von Besuchern die Erhaltung von Machu Picchu gefährdet. Das Ministerium für Handel, Tourismus und Industrie (Mincetur) schlägt vor, einen Ticketpreis von S/35 und eine stark eingeschränkte Besuchszeit von nur einer Stunde einzuführen. Dies könnte die Logistik und die Qualität des Besuchserlebnisses weiter verschlechtern.

Über 80 Prozent der Tourismusagenturen in der Region sind informell und verkaufen Tickets illegal, was die Situation zusätzlich kompliziert. Bei der UNESCO-Welterbekonferenz im Juli 2024 wurden bereits Bedenken hinsichtlich des Zustands von Machu Picchu geäußert. Ohne dringende Maßnahmen droht die Einstufung als gefährdetes Welterbe.