Am 6. Dezember 2025 fand in Washington, D.C. die Auslosung zur Fußball-WM 2026 statt, die in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen wird. Die Veranstaltung im renommierten John F. Kennedy Center dauerte 90 Minuten und wurde von zahlreichen Show-Acts begleitet. FIFA-Präsident Gianni Infantino nutzte die Gelegenheit, um US-Präsident Donald Trump den neu geschaffenen FIFA-Friedenspreis zu überreichen.Krone berichtet, dass Trump, Claudia Sheinbaum und Mark Carney aktiv an der Auslosung teilnahmen, indem sie die Länder ihrer Mannschaften aus dem Lostopf zogen.

Donald Trump bezeichnete die Auszeichnung als eine der größten Ehren seines Lebens. Infantino überreichte ihm nicht nur eine große goldene Trophäe, sondern auch eine Goldmedaille. Trump hängte sich die Medaille während der Veranstaltung selbst um den Hals.Zeit erwähnt, dass die Veranstaltung stark von Trump und Infantino dominiert wurde, was der eigentlichen Spielpaarungsauslosung wenig Raum bot. Der Kommentator Jonathan Pearce von der BBC äußerte scharfe Kritik an Infantino und dessen Umgang mit Trump, während die Presse die Auslosung als politische Zurschaustellung bezeichnete.Tagesspiegel schlägt in eine ähnliche Kerbe und krittisiert das Event als politisches Spektakel.

Kritik an der Preisverleihung

Die Entscheidung, Trump den Friedenspreis zu verleihen, stieß auf gemischte Reaktionen. Englische Medien berichteten von einem allgemeinen Unmut über diese Ehrung, da Trump in der Vergangenheit auch als umstrittene politische Figur wahrgenommen wurde. Human Rights Watch kritisierte die mangelnde Transparenz im Vergabeverfahren des neuen Preises. Zudem hatte Trump in der Vergangenheit Interesse am Friedensnobelpreis bekundet, was viele als weiteren Grund für die Skepsis gegenüber der Preisverleihung interpretieren.Tagesspiegel konkretisierte, dass Trump für seine Rolle als Vermittler in verschiedenen Konflikten geehrt wurde, was jedoch nicht ohne Rückfragen blieb.

DFB-Chef Bernd Neuendorf verteidigte die Entscheidung und hob Trumps Verdienste um den Gaza-Konflikt hervor. Bundestrainer Julian Nagelsmann äußerte sich bescheiden zur Auslosung und merkte an, dass ein Preis mit einem echten Einsatz für Frieden in Verbindung stehen sollte. Trotz der Kritik zeigten sich deutsche Fans optimistisch hinsichtlich machbarer Gegner in der bevorstehenden WM.Zeit notierte, dass der Fokus nicht nur auf dem Sport, sondern auch auf den politischen Implikationen der Veranstaltung lag.