Der österreichische Kletterer Jakob Schubert hat verkündet, dass er seine Karriere bis zu den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles fortsetzen wird. Schubert, der bereits 2021 in Tokio Bronze in der Kombination aus Vorstieg, Bouldern und Speed gewann, plant, weiterhin an der Spitze des Sports mitzumischen. Er hat in seiner beeindruckenden Laufbahn insgesamt elf Medaillen bei Weltmeisterschaften errungen, darunter sechs Goldmedaillen, und war sieben Mal Gesamtweltcupsieger, wie Kleine Zeitung berichtet.

Für die Olympischen Spiele 2024 in Paris hat Schubert das Ziel, in der Disziplin Vorstieg und Bouldern eine Medaille zu gewinnen. In Los Angeles erwartet ihn eine neue Herausforderung, da jede Disziplin einzeln bewertet wird, was für ihn als Vorstieg-Spezialist besonders reizvoll ist. Er äußerte, dass die Aussicht auf die Olympischen Spiele ihn motiviert, hart zu arbeiten, und hofft, dass er andere in seiner Generation inspirieren kann, es ihm gleichzutun.

Rückschläge und Herausforderungen

Im Jahr 2025 kämpfte Schubert mit einer hartnäckigen Kapselverletzung im rechten Zeigefinger, was ihn stark beeinträchtigte. Erst im September 2025 kehrte er in den Weltcup zurück und konnte sich den fünften Platz in Koper sichern. Bei der Weltmeisterschaft in Seoul belegte er den siebten Platz, was in Anbetracht seiner Verletzungsprobleme als respektabel gilt. In einem Interview erwähnte er, dass das vergangene Jahr für ihn eine Herausforderung war, aber seine Liebe zum Klettern und sein unerbittliches Feuer für den Sport ihn antreiben.

Klettern hat sich seit den Olympischen Spielen in Tokio 2021 als beliebte Disziplin etabliert. Die Sportart zieht immer mehr Menschen an und gehört jetzt zu den olympischen Disziplinen. Die Verletzungshäufigkeit beim Klettern beträgt 4,2 Verletzungen pro 1.000 Kletterstunden und ist vergleichbar mit Sportarten wie Handball und Baseball. Mehr als 93 % der Verletzungen beim Klettern sind auf zu hohe Belastungen bestimmter Körperregionen zurückzuführen, wie eine Analyse zeigt, die auf Zeitschrift Sportmedizin veröffentlicht wurde.

Verletzungsprävention im Klettersport

Insgesamt wurden bei der Untersuchung 73 Risikofaktoren oder Strategien zur Prävention von Verletzungen betrachtet. Veränderbare Risiken, wie die Intensität des Kletterns oder das Bouldern, erhöhen die Wahrscheinlichkeit von Überlastungsschäden. Jedoch zeigten andere Faktoren wie Body-Mass-Index (BMI) und Aufwärmübungen keinen signifikanten Einfluss auf das Verletzungsrisiko. Jüngere Kletterer könnten anfälliger für Überlastungsverletzungen sein, insbesondere bei erhöhtem Trainingsvolumen.

In Anbetracht der körperlichen Herausforderungen und der Verletzungsrisiken setzt Schubert alles daran, sich sowohl körperlich als auch mental optimal auf die bevorstehenden Wettkämpfe vorzubereiten. Seine Entschlossenheit, weiterhin an der Spitze seines Sports zu stehen, wird Zuschauer und Nachwuchskletterer gleichermaßen inspirieren.