Am frühen Morgen des 23. Dezember 2025 wurde die Feuerwehr um 06:18 Uhr zu einem großen Brand auf der Bundesautobahn A2 in Gelsenkirchen alarmiert. Mehrere Notrufe berichteten von einem brennenden Lastkraftwagen in Fahrtrichtung Hannover auf Höhe des Kilometers 456. Die Feuerwehr rückte mit mehreren Einheiten, darunter ein spezieller Abrollbehälter zur Löschwasserversorgung, aus, um den Brand zu bekämpfen.
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand der Lkw, der mit Aufbackbrötchen beladen war, bereits in Vollbrand. Die Feuerwehr setzte mehrere Strahlrohre und Schaum ein, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Der Brand zog sich über einen Zeitraum von rund zwei Stunden hin, wobei die Autobahn in Richtung Hannover während der Lösch- und Aufräumarbeiten vollständig gesperrt wurde. Leider wurde der Lastwagen durch die Flammen vollständig zerstört.
Verkehrsbehinderungen und Folgemaßnahmen
Aufgrund der umfangreichen Lösch- und Aufräumarbeiten war die A2 am Vormittag in Richtung Hannover für den gesamten Verkehr gesperrt. Zwischen Gelsenkirchen-Buer und Herten verteilten sich Brote und Brötchen über die Fahrbahn, was die Reinigungsarbeiten zusätzlich komplizierte. Eine Fachfirma wurde beauftragt, die Fahrbahn zu reinigen und mögliche Reparaturen vorzunehmen, konnte jedoch erst am Nachmittag des 24. Dezember mit den Arbeiten beginnen. Aktuell sind der mittlere und rechte Fahrstreifen weiterhin gesperrt, während der linke Fahrstreifen wieder freigegeben wurde, sodass der Verkehr mittlerweile ohne Stau läuft.
Zusätzlich kam es am Morgen des 23. Dezember auf der A1 in Richtung Köln zu einem weiteren Lkw-Brand. Ein Lkw mit Papier brannte auf dem Seitenstreifen zwischen dem Kreuz Dortmund/Unna und dem Westhofener Kreuz. Auch hier musste die Fahrbahn über einen Zeitraum gesperrt werden, da die Einsatzkräfte schnell handeln mussten, um größeren Schaden zu verhindern.
Ursachen und Sicherheitsaspekte von Lkw-Bränden
Lkw-Brände sind auf deutschen Autobahnen leider kein seltenes Phänomen. Insbesondere Fahrzeuge von MAN, vor allem die Modelle der Reihen TGX und TGS, die zwischen 2016 und 2019 gebaut wurden, stehen im Verdacht, häufig in solche Vorfälle verwickelt zu sein. Zwischen Januar 2023 und August 2025 wurden allein auf der A7 zwischen Göttingen und dem Kirchheimer Dreieck 33 Lkw-Brände registriert, wobei in 27 Fällen MAN-Modelle beteiligt waren. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat im Jahr 2024 einen Rückruf initiiert, um sicherheitsrelevante Mängel an Ölfiltern zu beheben.
Obwohl über 90 Prozent der betroffenen Fahrzeuge bereits durch die Rückrufmaßnahmen bearbeitet wurden, kommt es weiterhin zu Bränden. Unternehmer mit MAN-Fahrzeugflotten berichten von erheblichen wirtschaftlichen Schäden, und Feuerwehrkräfte schildern riskante Situationen während ihrer Einsätze. MAN selbst weist diese Vorfälle als seltene Einzelfälle zurück und betont die Wirksamkeit der durchgeführten Maßnahmen zur Brandvermeidung.
Insgesamt bleibt die Sicherheit im Lkw-Verkehr ein Thema von großer Bedeutung, insbesondere in Hinblick auf die Gesundheit der Fahrer und die Sicherheit des nachfolgenden Verkehrs.