Der Wiener Silvesterpfad 2025, eine der größten Silvesterveranstaltungen Europas, endete planmäßig am 1. Januar 2026 um 02:00 Uhr. Mit rund 550.000 anwesenden Besucher*innen fiel die Teilnehmerzahl im Vergleich zum Vorjahr, als bei milderem Wetter knapp 800.000 Menschen anwesend waren, deutlich geringer aus. Die Veranstaltung fand bei eisigen Temperaturen und starkem Wind statt, sodass die gefühlten Temperaturen bis zu -20°C betrugen. Trotzdem konnte ein spürbarer Zustrom von Besuchern gegen 23:00 Uhr verzeichnet werden, wodurch die Bereiche um die Bühnen auf dem Stephansplatz, am Graben und der Kärntner Straße ab 23:00 Uhr für nachkommende Besucher gesperrt wurden. Um 23:30 Uhr waren alle acht Bühnen des Silvesterpfads vollständig ausgelastet. Aus Sicherheitsgründen konnten ab diesem Zeitpunkt keine weiteren Besucher*innen mehr eingelassen werden.
An den verschiedenen Bühnen wurde zu den Schlägen der Pummerin und dem Donauwalzer ins neue Jahr getanzt. Gleichzeitig fand am Rathausplatz die zentrale ESC-Show statt, die das Eurovision Song Contest Jahr 2026 einleitete. Das Programm an allen Standorten dauerte bis 02:00 Uhr. Der Veranstalter zog eine positive Bilanz und meldete eine ruhige und friedliche Veranstaltung, die ohne nennenswerte Zwischenfälle verlief. Ein entscheidender Erfolgsfaktor war das enge Zusammenspiel zwischen Veranstalter, Blaulichtorganisationen und Behörden in der Einsatzzentrale.
Sicherheitsvorkehrungen und Planung
Um die Sicherheit der Veranstaltung zu gewährleisten, wurde ein umfassendes Sicherheits- und Einsatzkonzept umgesetzt. Bürgermeister Michael Ludwig besuchte die Leitstelle des Wiener Silvesterpfads, wo alle Informationen in der Silvesternacht zusammenliefen. Diese zentrale Koordination ermöglichte eine permanente Abstimmung zwischen Veranstalter, Polizei, Feuerwehr, Sanitätsdienst und anderen Organisationen.
Die Sicherheitsvorkehrungen umfassten flächendeckende Videoüberwachung, ein Beschallungssystem für gezielte Durchsagen sowie digitale Displays zur Information der Besucher*innen. Über 500 Sicherheitsmitarbeiter*innen waren im Einsatz, um einen reibungslosen Ablauf zu garantieren. Zudem wurden insgesamt 40 Sicherheitssperren rund um das Veranstaltungsgebiet eingerichtet. Der Zugang zu den zentralen Bühnen erfolgte über definierte Punkte, und die Anreise wurde empfohlen, zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erfolgen.
Besondere Herausforderungen
Die Veranstaltung meisterte besondere Herausforderungen, darunter extreme Wetterbedingungen. Sicherheitskonzepte für Großveranstaltungen wie den Wiener Silvesterpfad berücksichtigen solche Gefährdungen und setzen auf eine umfassende Risikoanalyse. Besonders bei Ereignissen mit hohen Besucherzahlen sind bauliche, technische und organisatorische Maßnahmen entscheidend, um die Sicherheit während der Veranstaltung zu gewährleisten.
Die Planung umfasste nicht nur den Schutz der Besucher und Organisatoren, sondern auch Strategien zur Besucherlenkung und zum Zugangskontrollmanagement. In Anbetracht möglicher komplexer Gefährdungslagen ist eine enge Zusammenarbeit mit Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten unerlässlich. Durch regelmäßige Übungen im realistischen Umfeld wird zudem die Reaktion auf Notfälle gefestigt.
Insgesamt kann der Wiener Silvesterpfad 2025 auf einen erfolgreichen Jahreswechsel zurückblicken, der als gutes Beispiel für die erfolgreiche Implementierung eines Sicherheitskonzepts bei Großveranstaltungen dient.