Am Mittwochmorgen wurden auf der Eurostar-Webseite die ersten Zugverbindungen zwischen Großbritannien und dem europäischen Festland gestrichen und zahlreiche weitere verspätet angezeigt. Dies folgt auf eine massive Störung, die am 30. Dezember 2025 durch Probleme mit der Stromversorgung im Eurotunnel verursacht wurde. Eine technische Panne an einem Eurostar-Zug, der sich im Tunnel befand, ließ den gesamten Zugverkehr für einige Zeit zum Erliegen kommen. Die Auswirkungen waren erheblich: Hunderte Reisende standen am Londoner Bahnhof St. Pancras sowie am Pariser Gare du Nord gestrandet und mussten auf die Wiederaufnahme des Betriebs warten.
Die Situation wurde durch zusätzliche Schwierigkeiten mit der Schieneninfrastruktur in der Nacht weiter verschärft. Nach Angaben von Eurostar wird der Betrieb zwar schrittweise wieder aufgenommen, dennoch sind weiterhin Verspätungen und verlängerte Fahrzeiten zu erwarten. Passagiere, die von den Störungen betroffen sind, können ihre Buchungen kostenlos umbuchen, Gutscheine erhalten oder sich den Fahrpreis erstatten lassen. Des Weiteren wurde den gestrandeten Reisenden eine Erstattung von Übernachtungskosten und anderen Auslagen in Aussicht gestellt, um ihre Reisepläne zu entlasten.
Details zur Störung
Der Eurotunnel, der 1994 eröffnet wurde, ist mit einer Länge von 50,45 Kilometern der längste Unterwassertunnel der Welt und verbindet Großbritannien mit dem europäischen Festland. Er verläuft zwischen Calais in Nordfrankreich und Folkestone im Süden von England. Der Tunnel besteht aus drei separaten Tunnelröhren, wobei jede Richtung eine eigene Röhre hat und eine zusätzliche Röhre als Service-Tunnel dient. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass der Tunnel nicht mit Autos befahren werden kann, da Eurotunnel-Betriebe wie Le Shuttle Autofahrern lediglich eine Durchquerung zwischen Calais und Folkestone ermöglichen.
Auf der Webseite des Autozug-Betreibers Le Shuttle wurden keine Verzögerungen angezeigt, dennoch erlebten die Eurostar-Reisenden teils mehrere Stunden Wartezeit, insbesondere auf der Strecke von London nach Paris. Noch vor der Störung hatten einige Reisende bis zu drei Stunden Verspätung. Eurostar ist bekannt für Hochgeschwindigkeitsverbindungen zwischen wichtigen Städten wie Paris, Brüssel und Amsterdam. Zukünftige Planungen sehen darüber hinaus eine Erweiterung des Streckennetzes mit direkten Verbindungen nach Frankfurt und Genf vor.
Die wiederholten technischen Probleme und die Störung des Zugverkehrs werfen ein Schatten über die Weihnachts- und Silvesterreisen der Passagiere, die gehofft hatten, die Feiertage zeitgerecht zu begehen. Der Eurotunnel wird aktiv an der Verbesserung der Situation arbeiten, um die Unannehmlichkeiten der Reisenden möglichst schnell zu beheben.
Insgesamt ist die Störung ein weiteres Beispiel für die Herausforderungen im modernen Reiseverkehr, insbesondere an stark frequentierten Reisewochenenden wie Silvester. Kleine Zeitung berichtet, dass Eurostar allen Reisenden rät, ihre Buchungen vor der Abreise zu überprüfen und sicherzustellen, dass sie über die neuesten Informationen zur Verkehrslage verfügen. ZDF Heute und BBC geben zusätzliche Einblicke in die Problematik und mögliche zukünftige Veränderungen in der Reiseplanung.