Am 5. Dezember 2025 ereignete sich in Dortmund ein erheblicher Wasserrohrbruch, der die Einsatzkräfte der Feuerwehr alarmierte. Um 08:30 Uhr wurde die Feuerwehr zur Rüschebrinkstraße gerufen, wo sich ein kleiner See in einer Senke gebildet hatte, nachdem das Wasser aus dem gebrochenen Rohr ausgetreten war. Ein Pkw eines Autofahrers blieb in dem Wasser stehen, was zu einer kritischen Situation führte, da der Fahrer das Fahrzeug nicht verlassen konnte, ohne dass Wasser beim Öffnen der Türen ins Auto gelaufen wäre. Die Feuerwehr stand vor der Herausforderung, den Fahrer zu retten, und entschied sich schließlich, ihn über das Dachfenster zu evakuieren.

Das Löschfahrzeug der Feuerwehr wurde neben dem Pkw positioniert, um den Fahrer sicher zu befreien. Vor Ort stellte sich heraus, dass die Wasserabläufe der Straße durch Sand, Steine und Geröll verstopft waren, was die Situation zusätzlich komplizierte. Die Rettungsmaßnahmen dauerten etwa eine Stunde, bevor die Einsatzstelle schließlich an die Polizei und den Energieversorger übergeben werden konnte. Dies war nicht der erste Wasserschaden in Dortmund in der letzten Zeit; ähnlich verheerende Vorfälle hatten die Stadt bereits Monate zuvor erschüttert.

Frühere Wasserrohrbrüche in Dortmund

Bereits am 19. November 2024 führte ein Wasserrohrbruch in der Von-der-Goltz-Straße zu massiven Schäden. Die betroffene Straße musste gesperrt werden, da das Wasser in den Kellern der umliegenden Gebäude bis zu 60 Zentimeter hoch stand. Ein silberner Kleinwagen wurde zur Hälfte in ein aufgebrochenes Straßenloch „verschluckt“. Hier erhielt die Feuerwehr Dortmund Unterstützung von der Freiwilligen Feuerwehr, um die Situation zu bewältigen. Auch ein Altenheim war betroffen, da Schlamm- und Wassermassen den Parkplatz überfluteten und Krankentransporte behinderten.

Die Feuerwehr wies in ihren Mitteilungen auf die dringende Notwendigkeit hin, die Infrastruktur der Stadt zu überprüfen, um wiederkehrende Probleme durch Wasseransammlungen und Rohrbrüche zu vermeiden. Solche Vorfälle sind nicht nur in Dortmund ein Problem, sondern stehen beispielhaft für die zunehmenden Herausforderungen, vor denen viele Städte in Deutschland und weltweit angesichts des Klimawandels stehen.

Hochwasser und Klimawandel

Laut den Daten des Globalen Hochwasserrisikos sind Hochwasser die häufigsten Naturkatastrophen, die weltweit seit 2000 fast 37 Prozent aller Naturkatastrophen ausmachen. Das Europäische Parlament definiert Hochwasser als „zeitlich beschränkte Überflutung von Land, das normalerweise nicht mit Wasser bedeckt ist“. Diese Überflutungen werden durch die Speicherung größerer Wassermengen in einer wärmeren Atmosphäre bedingt, was zu intensiveren Niederschlägen führt.

Statistiken zeigen, dass in Deutschland bereits 7,6 Prozent aller Adressen einem Hochwasserrisiko ausgesetzt sind, wobei vor allem betroffene Regionen wie Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz immer wieder mit verheerenden Überflutungen zu kämpfen haben. Die Hochwasserkatastrophe im Juli 2021, die massive Schäden verursachte, hat diese Problematik in den Fokus gerückt. Der Deutsche Bundestag verabschiedete daraufhin einen Aufbaufonds in Höhe von 30 Milliarden Euro, dessen Umsetzung jedoch langsamer voranschreitet, als ursprünglich geplant.

Die wiederkehrenden Wasserrohrbrüche in Dortmund verdeutlichen die Notwendigkeit effektiver Präventions- und Schutzmaßnahmen, um die Stadt und ihre Bewohner vor zukünftigen Risiken zu schützen. Der verantwortungsvolle Umgang mit den natürlichen Wasserressourcen sowie der Ausbau von Hochwasserschutzmaßnahmen sind entscheidend, um künftige Schäden zu minimieren und der Infrastruktur der Stadt einen langfristigen Nutzen zu sichern.

Für weitere Informationen zu diesem Thema verweisen wir auf die Berichten von fireworld.at, wa.de und statista.com.