Der Windpark Bärofen in Frantschach-St. Gertraud nimmt Formen an und schreitet planmäßig voran. Laut Ökonews begann der Bau im Mai 2023 mit dem Ziel, bis Frühjahr 2027 etwa 34 Megawatt klimafreundlichen Strom zu produzieren. Diese Energie soll insbesondere in den Wintermonaten zur Verfügung stehen und die Region unabhängiger machen.

Der Windpark wird auf der Koralpe errichtet und umfasst insgesamt acht Windkraftanlagen. Bis heute sind wesentliche Infrastrukturarbeiten abgeschlossen oder weit fortgeschritten, darunter die Fertigstellung der Hauptzufahrten, das Verlegen von Kabeltrassen und die Vorbereitung von Kranstellflächen. Fünf von insgesamt acht Fundamenten sind bereits fertiggestellt.

Auflagen zum Naturschutz

Ein zentrales Anliegen des Projekts ist der Naturschutz. PÜSPÖK, der das Windkraftprojekt realisiert, hat über 50 verpflichtende Auflagen zur ökologischen Sicherung eingeführt. DI Horst Leitner leitet die unabhängige ökologische Bauaufsicht, die sicherstellen soll, dass alle Schutzmaßnahmen ordnungsgemäß umgesetzt werden. Diese Maßnahmen umfassen auch den Schutz der lokalen Tierwelt, in dem beispielsweise 100 Fledermauskästen installiert wurden, die bereits genutzt werden.

Zusätzlich wurde eine 38 Hektar große Ausgleichsfläche für geschützte Vogelarten wie Birk- und Auerhühner eingerichtet. Nach dem Bau des Windparks soll ein zehnjähriges Monitoring der Bestände durchgeführt werden, um die Entwicklung der Populationen zu beobachten.

Um gleichzeitig den ökologischen Fußabdruck zu minimieren und den Bau voranzutreiben, werden die Bauarbeiten in den Wintermonaten unterbrochen, um die Tierwelt nicht zu stören. Die Fortsetzung der Arbeiten ist im Frühjahr 2026 nach der Schneeschmelze geplant.

Ökologische Aufwertung und Artenschutz

Die Maßnahmen zur ökologischen Aufwertung des Projektgebiets beinhalten die Umwandlung ehemaliger Fichten-Monokulturen in Mischwälder sowie die Schaffung neuer Magerwiesen mit heimischem Saatgut. Hierdurch sollen die Lebensräume lokaler Arten gefördert werden. Der Geschäftsführer von PÜSPÖK, Lukas Püspök, hebt hervor, dass die Verbindung von Energiewende und Naturschutz von essentieller Bedeutung ist.

Die Diskussion über Windkraft und Naturschutz ist in der Branche nicht neu. Laut Deutsche Windindustrie ist eine sorgfältige Standortwahl notwendig, um negative Effekte auf die Biodiversität zu minimieren. Dazu zählen Maßnahmen wie Umweltverträglichkeitsprüfungen und die Durchführung von Monitoring-Programmen zur Beobachtung der Tierpopulationen. Die Windkraftnutzung sollte immer mit den Interessen des Naturschutzes in Einklang gebracht werden.

Bei der Realisierung des Windparks Bärofen zeigt sich, dass der Bauprozess eng an die natürlichen Gegebenheiten wie Brutphasen und Witterungsbedingungen angepasst wird. Dies steht im Einklang mit den Zielen des Naturschutzes, besonders im Hinblick auf die Entwicklung und den Erhalt der lokalen Biodiversität. Der Windpark ist somit nicht nur ein Schritt in die richtige Richtung für die erneuerbare Energiegewinnung, sondern auch ein Beispiel für einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Natur.

Für die weitere Entwicklung des Projekts bleibt es spannend, wie die Technologie und die ökologischen Maßnahmen Hand in Hand gehen können, um die Ziele der Energiewende und den Schutz der Natur zu vereinen. Die nächsten Schritte nach der Winterpause werden zeigen, wie erfolgreich die derzeitigen Initiativen sind.

Für weitere Informationen können Sie die ausführlichen Berichte auf deren Webseiten lesen: Ökonews, PÜSPÖK und Deutsche Windindustrie.