Am 31. Dezember 2025 hat die russische Armee die Region Odessa in der Ukraine mit einem massiven Drohnenangriff attackiert. Laut Berichten von Vienna.at wurden mehrere mehrstöckige Wohngebäude und die lokale Infrastruktur beschädigt. Insbesondere wurden mindestens sechs Menschen verletzt, darunter ein sieben Monate alter Säugling sowie zwei weitere Kinder im Alter von 8 und 14 Jahren. Der regionale Militärverwalter Oleh Kiper bestätigte, dass die Angriffe gezielt zivile Energie- und Stromversorgungseinrichtungen anvisierten.

Furchtbare Auswirkungen zeigen sich auch in der Stromversorgung: Über 170.000 Menschen sind ohne Strom, was die Lage für die Bewohner weiter verschärft. Die ukrainische Energiefirma DTEK berichtete von Angriffen auf zwei ihrer Anlagen in der Region, während in einem Ort Lagerhäuser eines Logistikunternehmens in Brand gerieten. Die Angriffe auf Odessa und umliegende Gebiete, die bereits seit Wochen andauern, zielen dabei vor allem auf Energieanlagen, aber auch auf Industrie und Häfen.

Wachsende humanitäre Notlage

Die fortlaufenden Angriffe haben in der Region Dnipropetrowsk und anderen Teilen der Ukraine zu weiteren Verletzten geführt. So wurden in Dnipropetrowsk zwei Personen bei einem russischen Drohnenangriff verwundet. Das Ausmaß der humanitären Krise wird durch die wiederholten Angriffe auf die Energieinfrastruktur verschärft, die Tausende von Menschen in Dunkelheit und Kälte zurücklässt. Auch in Tschernihiw, nur zwei Stunden von Kyjiw entfernt, gab es vor Kurzem einen vollständigen Stromausfall, der fast 280.000 Menschen betraf. Die Temperaturen in der Region lagen am Tag der Angriffe nur knapp über dem Gefrierpunkt, was die Notlage der Menschen weiter verschärfte.

Zusätzlich gab es Berichte über ukrainische Militäraktionen, darunter Angriffe auf Öl-Anlagen in Russland. In der südrussischen Region Krasnodar brach in der Ölraffinerie im Hafen Tuapse ein Brand aus, nachdem eine ukrainische Offensive eine dort ansässige Raffinerie traf. Medienberichte deuten darauf hin, dass die ukrainischen Streitkräfte seit Monaten gezielt die russische Ölindustrie angreifen, um den Krieg des Kremls weiter zu destabilisieren.

Internationaler Kontext und humanitäre Folgen

Die Lage in der Ukraine bleibt angespannt. Amnesty International hat die Angriffe auf die Energieinfrastruktur als mögliche Kriegsverbrechen klassifiziert und warnt davor, dass die fortwährenden Angriffe lebensbedrohliche humanitäre Bedingungen schaffen können. Die Organisation weist darauf hin, dass mindestens zehntausende Menschen bereits ohne Strom waren und die Lebensqualität in vielen Regionen drastisch gesunken ist. Weitere Details zu den erlittenen Schäden und möglichen Opfern werden derzeit geprüft. Die Berichterstattung über den Verlauf des Krieges und die genauen Ausmaße des Leids bleibt durch die Restriktionen und die gefährlichen Bedingungen in den betroffenen Gebieten schwierig.

Die angespannte Situation in der Region Odessa ist Teil eines größeren Konflikts, der im Jahr 2022 begann, als Wladimir Putin die Invasion der Ukraine befehligte. Der Angriffskrieg hat nicht nur militärische, sondern auch erhebliche soziale und wirtschaftliche Konsequenzen für die Zivilbevölkerung zur Folge.