Die Elektromobilität gewinnt zunehmend an Bedeutung, und innovative Lösungen zur Verbesserung der Ladeinfrastruktur stehen im Fokus. Ein neues Konzept aus China, initiiert von BYD, zielt darauf ab, die Nutzung privater Ladestationen zu optimieren.

Immer mehr private Ladestationen werden tagsüber ungenutzt gelassen, da die Eigentümer häufig nicht zu Hause sind. Um diese Ressourcen besser zu nutzen, bietet BYD über ihre App die Möglichkeit, private Wallboxen für andere Nutzer zugänglich zu machen, sodass sie kostengünstiger Strom laden können als an öffentlichen Ladepunkten. Diese Funktionalität ist bisher nur in China verfügbar, bietet jedoch Potenzial für die Entwicklung eines neuen Segments im Lade-Markt, insbesondere durch den Bezug von günstigem Strom aus eigenen Photovoltaikanlagen. Oekonews berichtet, dass ….

Laden unter Nachbarn

Eine grundlegende Neuerung ist die Einführung einer Funktion in der BYD-App zur Auffindbarkeit und Teilbarkeit privater Wallboxen in Wohnanlagen oder Communities. Mit dem Motto „Laden unter Nachbarn“ können Besitzer von Heimladestationen Zeitfenster festlegen, in denen andere BYD-Fahrer diese nutzen können. Dies bietet Vorteile sowohl für Nutzer ohne eigene Wallbox als auch für die Wallbox-Besitzer.

Nutzer profitieren durch die Nähe zu Ladesäulen im eigenen Wohnkomplex, was zusätzliche Wege zu öffentlichen Ladesäulen überflüssig macht. Darüber hinaus ist der Strom aus heimischen Quellen oft günstiger als beim Schnellladen. Für die Wallbox-Besitzer entsteht die Möglichkeit, Einnahmen zu erzielen, ohne neue Hardware anschaffen zu müssen, und sie können die Auslastung ihrer vorhandenen Ladepunkte erhöhen. China Elektro berichtet, dass ….

Herausforderungen für Mehrfamilienhäuser

Trotz des wachsenden Interesses an Elektrofahrzeugen wird die Installation von Ladeinfrastruktur in Mehrfamilienhäusern oft als Herausforderung wahrgenommen. Mieter und Eigentümer stehen vor komplexen rechtlichen und technischen Aspekten, was die Installation von Wallboxen betrifft. Das Wohnungseigentumsmodernisierungsgesetz (WEMoG) lässt zwar den Einbau einer Wallbox zu, jedoch ist die Zustimmung der Wohnungseigentümergemeinschaft erforderlich. Diese kann allerdings nur über die Ausführung der Installation entscheiden, nicht aber über das Recht selbst.

Fachberatung ist zudem notwendig, um eine reibungslose Installation und ein effektives Lastmanagement zu gewährleisten. Einige Mieter haben das Recht auf Zustimmung zur baulichen Veränderung, es sei denn, die Kosten wären extrem hoch. Die Vorgehensweise für die Installation einer Wallbox in einem Mehrfamilienhaus umfasst mehrere Schritte, von der Informationssammlung bis zur Umsetzung durch einen Elektrofachbetrieb. ADAC hebt hervor, dass ….

Insgesamt zeigt sich, dass die Ansätze zur Verbesserung der Ladeinfrastruktur in Wohngebieten die Grundlage für die verstärkte Akzeptanz von Elektrofahrzeugen schaffen können, sofern rechtliche Rahmenbedingungen stimmen und der Zugang zu bestehenden Ressourcen gegeben ist.